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Cambridge-Analytica-Affäre : Facebook muss Datenschutz-Unterlagen aushändigen

  • Aktualisiert am

Ein Mann nimmt während der Facebook-Entwicklerkonferenz im kalifornischen San Jose ein Foto auf. (Archivbild) Bild: Reuters

Wie schützt Facebook die Daten seiner Nutzer? Das fragten sich nach dem Cambridge-Analytica-Skandal auch Aktionäre des Konzerns – und klagten auf Herausgabe von Unterlagen. Nun bekamen die Anleger recht. Die Aktie brach daraufhin ein.

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          Facebook muss im Zusammenhang mit der Cambridge-Analytica-Affäre Unterlagen zum Umgang mit dem Datenschutz an Aktionäre aushändigen. Die Entscheidung des Richters Joseph Slights im amerikanischen Bundesstaat Delaware ließ die Aktie des sozialen Netzwerks am Freitag um fast drei Prozent einbrechen. Demnach muss Facebook E-Mails und andere Dokumente übergeben aus denen hervorgeht, wie der Konzern die Daten seiner Nutzer schützt.

          Es gebe eine „glaubwürdige Grundlage“ für den Vorwurf, die Facebook-Geschäftsleitung habe sich möglicherweise eines Fehlverhaltens schuldig gemacht. Ob dies tatsächlich der Fall gewesen sei, müsse getrennt festgestellt werden, schrieb Slights. Facebook lehnte eine Stellungnahme zu dem Urteil ab.

          Der Konzern hatte im März 2018 eingeräumt, dass die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica 2015 die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern in die Hände bekommen und im amerikanischen Wahlkampf zugunsten von Donald Trump eingesetzt hatte. Aktionäre hatten Facebook deswegen im September auf die Herausgabe von Unterlagen zum Datenschutz verklagt. Sie drohten mit weiteren juristischen Konsequenzen, sollte daraus ein Fehlverhalten erkennbar werden.

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