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Facebook : Vertrauen für Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg Bild: dpa

Das größte soziale Netzwerk der Welt legt überzeugende Geschäftszahlen vor. Dem Gründer hilft das – gegen all die Kritik.

          Wie steht es um das größte soziale Netzwerk der Welt? Einerseits ist die Kritik nach wie vor groß an manchen Geschäftspraktiken. Regierungen rund um den Globus fordern von Facebook mal besseren Datenschutz, mal mehr Transparenz, mal Maßnahmen, die verhindern, dass mächtige (ausländische) Akteure die Plattform nutzen, um zum Beispiel Wahlen unbotmäßig zu beeinflussen.

          Vorstandschef Mark Zuckerberg selbst geriet deshalb im vergangenen Jahr stark unter Druck. Der amerikanische Kongress bestellte ihn zum Verhör nach Washington ein, einige Investoren verlangten von ihm, einen Teil seine Macht in dem Unternehmen abzugeben. Zuckerberg führt den Tech-Konzern nicht nur, den Facebook-Gründer kann aufgrund einer bestimmten Aktienstruktur auch niemand überstimmen.

          F.A.Z.-Interview mit Mark Zuckerberg

          Dagegen kann der 34 Jahre alte Ausnahmeunternehmer nun abermals sehr solide Geschäftsergebnisse setzen. Der Umsatz wächst weiter deutlich, der Gewinn überzeugt ebenfalls, wenn man die für eine drohende Strafe der Aufsichtsbehörde FTC zurückgestellten Milliarden entsprechend berücksichtigt.

          Die Anleger an der Börse zumindest sehen das so – nachbörslich ist der Kurs der Facebook-Aktie um 9 Prozent gestiegen. Überhaupt hat prächtig verdient, wer zu Beginn dieses Jahres Anteile an Facebook erwarb: Der Kurs stieg seither um beinahe 40 Prozent, der Börsenwert beträgt mittlerweile wieder mehr als 520 Milliarden Dollar, in dieser Größenordnung liegen nur wenige Unternehmen auf der ganzen Welt.

          Vor allem aber zeigt sich, dass die Nutzer dem Netzwerk nach wie vor treu bleiben. Mehr als zweieinhalb Milliarden Menschen rund um den Globus nutzen die Dienste des Konzerns, zu denen neben Facebook auch WhatsApp und Instagram zählen.

          Natürlich ist damit noch nicht die Zukunft vorgeschrieben. Natürlich stecken in diesen Zahlen noch nicht die Pläne Zuckerbergs, mehr Privatsphäre zu ermöglichen. Natürlich ist noch nicht gesagt, dass das werbebasierte Geschäftsmodell auch dann prima funktionieren wird. Bislang allerdings liefert er.

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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