https://www.faz.net/-gqe-96x8q

Facebook-Chef Mark Zuckerberg : „Die Welt ist heute geteilter, als ich erwartet habe“

  • -Aktualisiert am

Mark Zuckerberg bei einem Meeting im November 2017 Bild: AP

Mark Zuckerberg wollte mit Facebook Menschen vernetzen und die Welt offener gestalten. Jetzt gibt er sich selbstkritisch.

          Mark Zuckerberg gibt sich selbstkritisch. In einem Podcast auf “Freakonomics Radio“ sagte er am Mittwoch: „Wir waren darauf fixiert, die Welt offener und vernetzter zu machen.“ Kritiker werfen Facebook vor, zu wenig gegen Fake-News und Hass zu tun. „Die Welt ist heute geteilter, als ich es erwartet habe“, sagt der Facebook-Gründer. Er dachte, die Welt zu vernetzen sei genug, damit sich einige Probleme von selbst lösen würden.

          Im Interview mit „Freakonomics Radio“ spricht Zuckerberg über die Rolle Facebooks in der Gesellschaft. Hauptaufgabe seines Unternehmens sei es, Menschen miteinander zu verbinden. Ein Beitrag sei es auch, dass sich Menschen unterschiedlicher Meinungen austauschen könnten. „Es gibt gute Seiten an Menschen und es gibt schlechte Seiten an Menschen. Ich glaube, alles in allem sind Menschen gut“, sagt Zuckerberg. Sehr wichtig für die Gesellschaft sei es, offen zu sein. „Aber es kann herausfordern sein. Konfrontiert zu werden mit Wahrheiten oder Ansichten, die nicht zu unseren passen, macht unser Leben nicht einfacher.“

          Wolle man eine Diskussion starten, an der andere produktiv  teilnehmen sollen, sei es am wichtigsten, sich zunächst mit jemandem zu verbinden, mit dem man etwas gemeinsam habe. Als Beispiel nennt Zuckerberg, „wenn Sie einfach im Internet in einen öffentlichen Thread gehen und Sie eine Debatte über Waffenkontrolle starten, würde das möglicherweise nicht sehr produktiv werden“. Es sei einfach, andere Menschen zu entmenschlichen, ihnen keine Empathie entgegenzubringen. Soziale Netzwerke könnten hier Gutes tun, sie könnten zuerst Menschen miteinander verbinden, die etwas gemeinsam haben. „Dann erkennen Sie, dass die andere Person eine Person ist“, sagt Zuckerberg.

          Facebook ist auch 2018 noch das meist genutzte soziale Medium. Nach Daten von Statista, hatte Facebook im Januar über 2,1 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Auf Platz zwei der Auflistung der meistgenutzten Sozialen Medien und Messenger folgt YouTube mit 1,5 Milliarden aktiven Nutzern im Monat. Mit jeweils 1,3 Milliarden monatlichen aktiven Nutzern zählen der Facebook-Messenger und der Messengerdienst WhatsApp, der ebenfalls zum Zuckerberg-Imperium gehört, zu den meistgenutzten Diensten. Monatlich aktive Nutzer sind Nutzer, die den Dienst mindestens einmal im Monat anwenden.

          Weitere Themen

          Opferzahl steigt abermals Video-Seite öffnen

          Nach Pipeline-Brand in Mexiko : Opferzahl steigt abermals

          Bei dem Brand an einer angezapften Benzin-Pipeline in Mexiko sind jüngsten Angaben zufolge mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelte es sich um Dorfbewohner, die Treibstoff aus der beschädigten Pipeline abzapfen wollten.

          Im Kampf gegen die Elemente Video-Seite öffnen

          Kind in Schacht gefallen : Im Kampf gegen die Elemente

          Die Lage ist kompliziert und daher kann die Bergung des Kindes nicht so schnell durchgeführt werden, wie ursprünglich erhofft. Sicher ist, dass der Zweijährige in den Schacht gefallen ist, doch ein Lebenszeichen gibt es bis jetzt nicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

          Topmeldungen

          Soll der gelockerte Zugang zu vielen Handwerksberufen wieder beschränkt werden? Darüber wird zur Zeit heftig diskutiert. (Symbolbild)

          F.A.Z. exklusiv : Wettbewerbshüter gegen Zwang zum Meister im Handwerk

          Brauchen alle Handwerker bald wieder einen Meisterbrief, um sich selbständig zu machen? Wie die F.A.Z. erfahren hat, protestiert gegen diesen Vorschlag jetzt die Monopolkommission – nicht nur im Interesse der Verbraucher.

          Vor Brexit-Abstimmung : Ihr Antrag setzt May unter Druck

          Die Labour-Abgeordnete Yvette Cooper will einen ungeregelten Brexit doch noch verhindern. Sie bekommt für ihren Antrag parteiübergreifend Unterstützung – aber nicht von Premierministerin May.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.