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Brisante Investition : Facebook geht nach China

  • Aktualisiert am

Haben sich im September 2015 getroffen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und der chinesische Präsident Xi Jinping. Bild: dpa

Peking blockiert das größte soziale Netzwerk der Welt schon lange. Dennoch gründet Facebook nun ein Unternehmen im Reich der Mitte. Darum geht es.

          Facebook hat eine Innovationsplattform in China eröffnet, obwohl Peking das größte soziale Netzwerk der Welt innerhalb des Landes blockiert. Mit einer Investition in Höhe von 30 Millionen Dollar registrierte Facebook dafür eine Firma in der ostchinesischen Metropole Hangzhou, die auch Heimatstadt des chinesischen Internetunternehmens Alibaba ist, wie aus den an diesem Mittwoch vorliegenden amtlichen Meldeunterlagen hervorgeht.

          Das Zentrum soll Entwickler, innovative Unternehmer und Start-ups unterstützen. Es folgt dem Beispiel von Plattformen, die Facebook in Brasilien, Indien, Frankreich und Südkorea eingerichtet hat. Es ist die erste offizielle Vertretung von Facebook auf dem chinesischen Markt, dessen „große Firewall“ das Netzwerk seit dem 2009 sperrt.

          Die offizielle Anmeldung des neuen Facebook-Unternehmens wurde von der zuständigen nationalen Webseite jedoch wieder heruntergenommen, ohne dass ein Grund erkennbar war. Doch waren die Informationen noch auf Webseiten kommerzieller Anbieter wie Qixinbao zu finden, die solche Angaben von amtlichen Mitteilungen sammeln. Die Nachricht wurde auch sofort von chinesischen Staatsmedien aufgegriffen.

          Chinas Zensur blockiert nicht nur das soziale Netzwerk, sondern stört auch seit vergangenem Jahr zunehmend den Facebook-Messenger-Dienst Whatsapp, der mittlerweile meist nicht mehr genutzt werden kann. Auch andere amerikanische Onlineangebote wie Twitter, Instagram, Youtube und selbst einfache Google-Suchen sind in China nicht erlaubt.

          Die Blockaden richten sich auch gegen ausländische Nachrichtenseiten wie von der „New York Times“, dem „Wall Street Journal“ oder die chinesische Version von Wikipedia sowie chinakritische Webseiten von Menschenrechtsgruppen. Viele Internetnutzer haben Tunnelsoftware, um die Sperren zu umgehen. Doch werden diese VPNs (Virtual Private Network) häufig auch gestört, so dass die Benutzung mühsam sein kann.

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