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Mangelhafte Regeln : EU-Verbraucherkommissarin verliert Geduld mit Facebook

  • Aktualisiert am

EU-Verbraucherkommissarin Vera Jourova im Dezember 2015 in Brüssel Bild: dpa

Mit scharfen Worten richtet sich Vera Jourova an Facebook. Sie fordert den Konzern auf, Verbraucherschutz ernst zu nehmen: „Ich will nicht verbergen, dass ich ziemlich ungeduldig werde.“

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          Die EU-Kommission erhöht den Druck auf das Online-Netzwerk Facebook wegen der mangelhaften Anwendung von europäischen Verbraucherschutzregeln. „Ich will nicht verbergen, dass ich ziemlich ungeduldig werde“, sagte EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourova am Donnerstag in Brüssel. Die Beratungen liefen schon seit gut zwei Jahren. Facebook habe nun bis Ende des Jahres Zeit, um alle Bedenken auszuräumen. Andernfalls könnten die nationalen Behörden Strafen verhängen.

          Die EU-Kommission und die europäischen Verbraucherschutzbehörden stoßen sich vor allem daran, dass Facebook seinen Nutzern verschweige, dass ihre Daten auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Nur wenige Leute wüssten, dass Facebook ihre Daten Drittfirmen zur Verfügung stelle und dass es die Rechte an allen Daten und Fotos halte, die die Nutzer hochladen, sagte Jourova weiter. „Selbst nachdem man seinen Account gelöscht hat.“

          Das soziale Netzwerk hat in Europa der EU-Kommission zufolge rund 380 Millionen Nutzer. „Wir wollen, dass Facebook absolut transparent ist, wie ihre Dienste funktionieren und wie sie Geld verdienen“, sagte Jourova.

          Ihren eigenen Facebook-Account habe sie vor einiger Zeit entfernt, da es ein „Drecks-Kanal“ („channel of dirt“) gewesen sei. „Ich habe beschlossen, den Account zu löschen, da es so weniger Hass in Europa geben wird.“ Sie bekomme auch viele kritische Mails und antworte auf all die, die nicht voll von Beschimpfungen und vulgärer Sprache seien, meinte die tschechische Politikerin.

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