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Lieber digital als auf Papier : E-Mails bei Deutschen trotz Risiken beliebt

Obwohl die Bürger sich der Sicherheitsrisiken von E-Mails bewusst sind, schätzen sie deren Vorteile im Alltag. Bild: dpa

Die Deutschen haben sich an die Vorteile von E-Mails im Alltag gewöhnt. Sobald es aber um wichtige Informationen geht, steigen sie auf den Brief um.

          Die meisten Menschen wissen, dass E-Mails ein unsicheres Kommunikationsmittel sind – leicht einzusehen und zu fälschen. Dennoch benutzen sie diesen Kanal im Alltag fast so oft wie ein Telefon. Das hat eine Studie im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) ergeben.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Wenn es wirklich wichtig wird, greifen die Deutschen aber noch immer gern zum Brief: 71 Prozent der Befragten empfangen wichtige Dokumente lieber auf Papier als digital, heißt es. 70 Prozent verwenden selbst Briefe bei offiziellen Angelegenheiten. „Sicherheit scheint das Ideal“ zu sein, sagt Matthias Kammer, Direktor des DIVSI. Doch im stressigen Alltag brauche es eben Benutzerfreundlichkeit. Das Alter der Nutzer wirke sich wenig auf die Nutzung der unterschiedlichen Kanäle aus, heißt es in einer Mitteilung des DIVSI, wohl allerdings ein höherer Bildungsstand.

          Bürger wünschen sich sichere E-Mails

          80 Prozent der befragten Bürger sehen den Staat in der Pflicht, für Sicherheit bei der Online-Kommunikation zu sorgen. Zugleich glaubt die große Mehrheit nicht daran, dass der Staat oder auch die Unternehmen für eine sichere Online-Kommunikation sorgen können. Klaus Müller vom Verbraucherzentralen Bundesverband (VZBV) mahnte an, es würde „enormes Potential“ verschenkt, wenn es nicht gelinge, das Vertrauen in den klassischen Brief auf die digitale Kommunikation zu übertragen. Müller warb für strenge Regeln bei der e-Privacy-Verordnung, um die derzeit auf EU-Ebene gerungen wird und die Wirtschaftsverbände scharf kritisieren.

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