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EU-Datenschutz : Continental verbietet Whatsapp auf Diensthandys

Der Messenger Whatsapp ist in Deutschland auf rund 40 Millionen Handys installiert. Bild: EPA

Wer für Conti arbeitet, darf sich künftig dienstlich nicht mehr mit dem Messenger erwischen lassen. Dem Konzern ist das Risiko zu groß, eventuell gegen den neuen Datenschutz zu verstoßen. Die Schuld dafür gibt Conti aber Whatsapp.

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          Für viele Deutsche gehört Whatsapp zum Alltag. Der Messenger, der zum amerikanischen Facebook-Konzern gehört, hat hierzulande etwa 40 Millionen aktive Nutzer. Viele verwenden den Dienst nicht nur auf ihrem privaten Smartphone, sondern auch auf ihren Dienstgeräten – und sorgen damit für Kopfzerbrechen in den Unternehmen, die befürchten, dass sie gegen die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen. Jetzt macht der erste große Konzern in Deutschland einen harten Schnitt: Der Autozulieferer Continental verbietet die Nutzung von Whatsapp auf allen Dienstgeräten. Gleiches gilt für das soziale Netzwerk Snapchat, über das Nutzer vor allem Fotos und Videos verschicken.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Beide Dienste verlangen Zugriff auf die Kontaktdaten im Adressbuch und übertragen die darin gespeicherten Informationen auf ihre eigenen Server. Wer dies ablehnt, kann die Apps nur sehr eingeschränkt nutzen. Aus Sicht von Conti ergibt sich dadurch ein Risiko, denn laut der DSGVO müssten Mitarbeiter eigentlich jeden auf ihrem Gerät gespeicherten Kontakt vorher ausdrücklich um Erlaubnis fragen, bevor seine Daten weitergereicht werden. Dies sei im Alltag aber „nicht ausreichend zuverlässig und damit praktisch untauglich“, heißt es am Sitz von Conti in Hannover. Von dem Verbot, über das der Konzern offiziell an diesem Dienstag informieren will, sind potentiell mehr als 36.000 Dienstgeräte betroffen.

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