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Plus 40 Prozent : Superheldenfilme bescheren Disney Milliardengewinne

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Disney hat glänzende Zahlen vorgelegt. Bild: AP

Die Superheldenfilme „Black Panther“ und „The Avengers“ haben für fantastische Gewinne bei Disney gesorgt. Pünktlich zu den Quartalszahlen lüftet die Filmfabrik ein Geheimnis.

          Dank „Black Panther“ und „The Avengers: Infinity War“ hat der amerikanische Unterhaltungskonzern Disney glänzende Gewinne vorgelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente Disney unter dem Strich 12,6 Milliarden Dollar (11,1 Milliarden Euro), ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Auch „Star Wars: Die letzten Jedi“ und der Zeichentrickfilm „Die Unglaublichen 2“ trugen zum Erfolg bei, wie Finanzchefin Christine McCarthy sagte.

          Die Themenparks und Hotels des Konzerns liefen im Geschäftsjahr bis Ende September ebenfalls gut, weil die Besucher mehr ausgaben: Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar. Dazu profitierte Disney von den Steuersenkungen in Amerika.

          Konzernchef Bob Iger kündigte an, 2019 werde Disney die Mega-Fusion mit großen Teilen des amerikanischen Medienkonzerns 21st Century Fox abschließen und seinen Streamingdienst unter dem Namen Disney+ in Amerika bis Ende kommenden Jahres starten. Bis Donnerstag war der Name des neuen Streamingdienstes ein wohlbehütetes Geheimnis gewesen – Gerüchte, dass er Disney Play heißen wird, bestätigten sich nicht. Der Zeitpunkt des Launches ergibt indes Sinn: Im kommenden Jahr laufen Disneys bestehende Verträge mit Netflix aus. 

          Eine Szene aus dem Film „Black Panther“

          Wie die amerikanische Tech-Nachrichtenseite Techcrunch berichtet, hat Disney auch gleich zwei neue Serien angekündigt: Für eine Star-Wars-Serie wird Diego Luna abermals in die Rolle des Cassian Andor aus dem Film Rogue One schlüpfen und dessen Vorgeschichte drehen. Eine neue Marvel-Serie soll sich außerdem um den Comic-Bösewicht Loki drehen, der wie schon zuvor von Tom Hiddelston gespielt werden soll. 

          Chris Evans (l) als Captain America und Chris Hemsworth als Thor in einer Szene des Kinofilms „The Avengers: Age of Ultron“

          Disney hatte sich in einem Bieterwettbewerb um Fox gegen den amerikanischen Kabelgiganten Comcast durchgesetzt und dafür den Kaufpreis auf 71,3 Milliarden Dollar hochgeschraubt. Disney übernimmt von Fox die Filmproduktion der 20th-Century-Fox-Studios und auch einen bedeutenden Anteil an der Online-Videoplattform Hulu.

          WALT DISNEY

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          Zum Disney-Imperium gehören schon die gleichnamigen Filmstudios und Kabelsender wie Disney Channel, die Television Group mit Sendern wie ABC und dem Sportsender ESPN sowie Vergnügungsparks rund um die Welt.

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