https://www.faz.net/-gqe-9bt7w

Plattform für Selbstgemachtes : Dawanda hört auf

  • Aktualisiert am

Dawanda-Gründerin Claudia Helming. Bild: dpa

Dawanda war ein bekannter Marktplatz, auf dem Selbstgemachtes verkauft wurde. Jetzt schließt das Unternehmen.

          Deutschlands größte Handelsplattform für Handgemachtes, Dawanda, stellt ihren Betrieb ein. Wie das Unternehmen am Samstagnachmittag mitteilte, wird der Marktplatz Ende August geschlossen. Nutzer sollen die Möglichkeit bekommen, zum amerikanischen Konkurrenten Etsy umzuziehen. Das Unternehmen selbst beendet laut Mitteilung seinen Geschäftsbetrieb.

          Die geschätzt 150 Mitarbeiter sollen Abfindungen erhalten, der Großteil sei bereits freigestellt. Zuvor hatte das Portal „Deutsche Startups“ über die Einstellung der Plattform berichtet.

          Der Zeitpunkt des Endes kommt überraschend. Im Dezember 2006 gegründet, hatte das Unternehmen erst im Februar verkündet, es sei jetzt profitabel, seit Herbst arbeite Dawanda kostendeckend. Damals sprach das Unternehmen auch von einem Umsatzzuwachs von 13,5 auf 16,4 Millionen Euro.

          Jetzt heißt es: „In den letzten Jahren mussten wir uns zunehmend eingestehen, dass es uns alleine nicht gelingen wird, das Wachstum weiter voran zu treiben. Darum müssen wir jetzt handeln – um unseren Verkäufern auch langfristig das Bestehen ihrer Unternehmen, ihre Einkommen und weiteres Wachstum zu sichern.“

          Das Unternehmen gehörte nach Brancheninformationen zuletzt zu 22 Prozent den Gründern Claudia Helming und Michael Pütz. Die Hälfte gehört dem Risikokapital-Fonds Venture Partners, auch Samwer-Brüder sind an Dawanda beteiligt.

          Weitere Themen

          Pinterest bereitet Börsengang vor

          Soziales Netzwerk : Pinterest bereitet Börsengang vor

          Das Netzwerk Pinterest, eine Art virtuelle Pinnwand, wird Berichten zufolge an die Börse gehen. Einen ensprechenden Antrag habe das Unternehmen bei der Börsenaufsicht SEC schon eingereicht.

          Showdown in Venezuela Video-Seite öffnen

          Maduro versus Guaidó : Showdown in Venezuela

          Showdown zwischen dem venezolanischem Präsidenten Nicolas Maduro und dem selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Seit Wochen herrscht zwischen den beiden ein erbitterter Machtkampf – jetzt schließt Guaido eine von ihm autorisierte US-Militärintervention in Venezuela nicht mehr aus.

          Chile kämpft mit den Flammen Video-Seite öffnen

          Heftige Waldbrände : Chile kämpft mit den Flammen

          Mehrere heftige Waldbrände wüteten im Süden des Anden-Staats Chile. Anwohner hatten mit verheerenden Flammen zu kämpfen, die zudem durch starke Wind weiter angefacht wurden. Rund 20 Brandherde an mehreren Stellen im Süden des Landes seien bekannt.

          Topmeldungen

          Rob Nail, Mitgründer der Singularity University, bei einem Vortrag in Mountain View

          Denken wie bei Google : Von wegen Silicon Berlin!

          Die private Singularity University ist im Silicon Valley ein Riesenerfolg. In Berlin aber bekam sie kein Bein auf die Erde. Warum nur?

          Frankfurter Europapokal-Gala : Die Eintracht im Herzen Europas

          Trotz des Ärgers vor dem Spiel trägt die elektrisierende Stimmung die Frankfurter in die nächste Runde der Europa League. Kevin Trapp hat noch „nie so etwas Lautes gehört“. Besonders beeindruckend wird es im Stadion nach der Partie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.