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Dialog Semiconductor : Deutscher Halbleiterhersteller setzt weiter auf Apple

  • Aktualisiert am

Das Logo von Dialog Semiconductor Bild: Reuters

Als erstmals Spekulationen darüber auftauchten, dass Apple bald nicht mehr in Schwaben kauft, brach die Aktie von Dialog Semiconductor ein. Nun sagt der Chef: Es sind neue Aufträge eingegangen.

          Der deutsch-britische Halbleiter-Entwickler Dialog Semiconductor setzt auch in den nächsten Jahren auf Apple als Großkunden – trotz aller Spekulationen über den Einstieg des iPhone-Herstellers in eine eigene Chip-Produktion. „Wir wurden jetzt mit weiteren Designs für Chips beauftragt, die 2019 ausgeliefert werden“, sagte Konzernchef Jalal Bagherli der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ laut Vorabbericht vom Samstag. Die Verwaltungszentrale des Unternehmens steht im schwäbischen Kirchheim unter Teck, der operative Sitz im britischen Reading.

          Auch für die Lieferung eines großen, zentralen Chips und eines kleineren für die Energiesteuerung der Kamera bei den aktuellen iPhones hinaus sieht Bagherli noch Potenzial: „Für 2020 erwarten wir neben dem zentralen Chip drei bis fünf kleinere Bauteile. Schon bei den für Herbst erwarteten iPhones ist ein zweiter, kleiner Chip möglich.“

          Zudem werde Dialogs US-Tochter Silego, die Apple bereits bei Computern beliefere, mittelfristig auch Produkte für iPhones und iPads anbieten, kündigt Bagherli an. Allein dieser Unternehmensbereich liefere bereits ein Drittel des Gesamtumsatzes. Das Segment lege seit vier Jahren „jährlich um 19 Prozent zu“. „Wir erwarten, dass es so bleibt“, sagte Bagherli.

          DIALOG SEMIC.

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          Apple ist der wichtigste Kunde des Unternehmens, zeitweilig sollen die Apple-Umsätze einen Anteil von 78 Prozent gehabt haben. Als im Dezember erstmals Spekulationen darüber auftauchten, dass Apple seine Chips bald selbst herstellen könnte, fiel die Aktie des Unternehmens in zwei Wochen um 30 Prozent.

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