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Marktanteil schrumpft : Deutsche Entwickler können von Computerspiele-Boom nicht profitieren

Der Games-Markt boomt. Bild: dpa

Der Markt für Computer- und Videospiele wächst rasant – doch die weitaus meisten Spiele kommen aus dem Ausland. Die deutsche Gamesbranche fordert mehr Geld.

          Eine Woche vor der Eröffnung von Deutschlands größter Messe für Videospiele, der Gamescom in Köln, kommen aus der deutschen Games-Branche enttäuschende Zahlen. Die deutschen Spieleentwickler drohen im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz auf ihrem Heimatmarkt den Anschluss zu verlieren.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So sank der Anteil von Videospielen aus Deutschland am Gesamtumsatz des Marktes von 6,4 Prozent im Jahr 2016 auf 5,4 Prozent im vergangenen Jahr. Die deutschen Entwickler konnten damit nicht am allgemeinen Boom des Videospielmarktes teilhaben. Dieser wuchs im gleichen Zeitraum von 2 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro. Der Trend von einem insgesamt wachsenden Markt und einem schrumpfenden deutschen Anteil dauert schon seit mehreren Jahren an.

          Die Zahlen legte der Bundesverband der deutschen Videospielbranche Game am Dienstag vor. Felix Falk, Geschäftsführer des Game, forderte angesichts dessen eine Unterstützung der deutschen Videospielentwickler durch die Politik. „Der von der Bundesregierung geplante Games-Fonds zur Unterstützung deutscher Entwickler sollte jetzt umgesetzt werden“, sagte Falk.

          Den größten Marktanteil haben deutsche Entwicklerstudios mit 17 Prozent im Segment der Online- und Browserspiele. Auch dieser Anteil sank allerdings, im Jahr 2016 betrug er noch 24 Prozent. Zusammen mit Games-Hardware durchbrach der Videospielmarkt in Deutschland 2017 erstmals die Grenze von drei Milliarden Euro Umsatz.

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