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Gallup-Studie : Deutsche Arbeitnehmer haben keine Angst vor Robotern

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Menschen bedienen (noch?) die Roboter: Ein „Nao“-Roboter am Softbank-Stand auf der Cebit in Hannover. Bild: dpa

Verlieren Sie in den nächsten fünf Jahren durch Roboter oder künstliche Intelligenz Ihren Job? Deutsche Arbeitnehmer sind in dieser Frage noch recht zuversichtlich.

          Lediglich sieben Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland glauben einer aktuellen Studie zufolge, dass sie in den nächsten fünf Jahren durch Roboter oder künstliche Intelligenz Ihren Job verlieren. Damit zeigten sie sich deutlich selbstbewusster als ihre Kollegen in Frankreich und Großbritannien, teilte das Beratungsunternehmen Gallup am Dienstag mit. Dort seien es 17 beziehungsweise 13 Prozent.

          „Insbesondere im hoch technisierten Deutschland ist Automatisierung für Arbeitnehmer kein Schreckensszenario“, sagte der bei Gallup für die Studie verantwortliche Manager Marco Nink. Dass sich ihre Arbeitsproduktivität durch neue Technologien verbessern werde, glauben auf der anderen Seite nur 37 Prozent der deutschen Beschäftigten – im Gegensatz zu 70 beziehungsweise 66 Prozent der britischen und französischen Arbeitnehmer.

          Das Beratungsunternehmen befragte für die repräsentativen Ergebnisse nach eigenen Angaben im Februar und März jeweils 1000 Arbeitnehmer im Alter ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

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          Der Digitalverband Bitkom berichtete indessen, dass Sorgen um Datensicherheit viele Unternehmen noch immer davon abhalten, öffentliche Datenspeicher in sogenannten „Clouds“ zu nutzen. Fast zwei Drittel der Nichtnutzer von Public-Cloud-Lösungen fürchten demnach einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, berichtete der Digitalverband am Dienstag auf der Cebit in Hannover. Wie eine Umfrage ergab, haben 56 Prozent dieser Unternehmen die Sorge, dass Daten verloren gehen könnten, 50 Prozent beklagen eine unklare Rechtslage.

          Ein Viertel der Nutzer von Public-Cloud-Angeboten hat demnach in den vergangenen 12 Monaten Sicherheitsvorfälle beklagt. 21 Prozent hatten zumindest einen entsprechenden Verdacht. Dennoch gaben 75 Prozent der Unternehmen an, dass Public-Cloud-Angebote den ortsunabhängigen Zugriff auf ihre IT verbessert hätten. 50 Prozent der Nutzer sehen demnach die Sicherheit ihrer Daten verbessert. Und jedes fünfte Unternehmen gab an, dass der Verwaltungsaufwand gesenkt werden konnte.

          Für die Ergebnisse der repräsentativen Studie, die Bitkom Research im Auftrag der Beratungsgesellschaft KPMG durchgeführt hat, wurden 557 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Cloud-Computing gehört zu den großen Schwerpunktthemen auf der diesjährigen Cebit.

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