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Kampf um Fahrgäste : Mytaxi bietet Uber Paroli

Aus der Zeit gefallen: Taxiruf vor der Handyzeit Bild: Jens Gyarmaty

Neue Konkurrenz auf Stadtstraßen: Chauffeurdienste und Taxis buhlen um dieselben Fahrgäste. Gegen die Neulinge setzt der Vermittler Mytaxi auf Qualitätsseminare – und eine Gesetzesänderung.

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          Der Fahrstil wirkt aggressiv, die Fahrstrecke erscheint als Umweg, der Wagen hätte einen Stopp in der Waschanlage nötig – all das haben Taxikunden erlebt. 56 Prozent von ihnen äußern Kritik an ihren Fahrten in deutschen Großstädten. Herausgefunden haben will das ausgerechnet ein Unternehmen, dass die Vermittlung von Taxifahrten per Smartphone-App zu seinem großen Geschäft gemacht hat: Mytaxi. Zwar sind nach den Zahlen Kunden zwischen Hamburg, Berlin und München je nach Stadt zu 64 bis 80 Prozent zufrieden – trotz kleiner Mäkeleien. Doch für Mytaxi-Deutschlandmanager Alexander Mönch steht das Ziel fest: Die Qualität von Taxi-Fahrten muss steigen, denn nicht nur Uber, sondern auch andere Chauffeurdienste mit Mietwagen haben es auf dieselben Fahrgäste abgesehen. Statt Fuhrunternehmer angesichts von Kundenkritik mit Schmähungen zu überziehen, nimmt es der Vermittler selbst in die Hand – und bietet zusammen mit dem Taxiverband Deutschland Qualitätsschulungen für Fahrer an. In Frankfurt haben sie schon begonnen.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Wir stehen in einem Mobilitätswettbewerb, deshalb müssen wir die Stärken des Verkehrsmittels Taxi herausstellen“, sagt Mönch in Gespräch mit der F.A.Z. Wenige Tage zuvor hat der Fahrdienst Uber mit seiner Rückkehr in die Stadt am Main begonnen. In anderen Städten wie Düsseldorf, Berlin und München ist Uber schon präsent. Statt auf das hierzulande unzulässige Modell Uber Pop zu setzen, bei dem jeder durch das Mitnehmen von Fahrgästen Geld verdienen konnte, steht nun Uber X im Mittelpunkt: Fahrer mit Erlaubnis zur Personenbeförderung bieten sich als Chauffeure mit einem Mietwagen an. Auch das Start-up Blacklane ist schon in Frankfurt unterwegs, der Autovermieter Sixt unter der Marke Mydriver ebenso.

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