https://www.faz.net/-gqe-9fo9n

Bürotechnik : Der Fotokopierer wird 80

  • Aktualisiert am

Wer kennt sie nicht? Fotokopierer dominieren weiterhin das Büroleben. Bild: Picture-Alliance

Ende Oktober 1938 fertigte der Erfinder Carlson die erste Fotokopie an. Auch heute noch stehen Kopierer in jedem Unternehmen. Und das papierlose Büro lässt weiter auf sich warten.

          Egal ob in der Schule, im Studium oder im Büro: Kopierer sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht wegzudenken. Am Montag wird der Fotokopierer 80 Jahre alt. Am 22. Oktober 1938 fertigte der amerikanische Erfinder Chester F. Carlson die erste Fotokopie der Welt an.

          Carlson arbeitete damals in einer New Yorker Elektronikfirma in der Patentabteilung. Ihn störte, dass es keine schnelle und bequeme Lösung gab, um Patentzeichnungen zu vervielfältigen. Deshalb begann er, mit Elektrostatik zu experimentieren. Nach jahrelanger Tüftelei hatte er endlich Erfolg. Doch es sollte noch bis in die 1960er Jahre dauern, bis seine Erfindung marktreif war und unter dem Firmennamen „Xerox“ weltweit die Büros eroberte. Carlson wurde dadurch ein reicher Mann.

          Das papierlose Büro lässt auf sich warten

          Das Prinzip hinter dem Fotokopierer ist einfach: Eine Papiervorlage wird mit Licht bestrahlt, wodurch sich eine negativ geladene lichtempfindliche Trommel an den Stellen, die nicht von Schrift verdeckt werden, positiv auflädt. Tonerpartikel lagern sich dann an den verbleibenden negativ geladenen Stellen an und werden anschließend auf blankes Papier gedruckt. Die Technik wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt und die Kopierer bekamen neue Funktionen: Drucken, Faxen, Scannen, E-Mails versenden.

          Zwar wird heutzutage das papierlose Büro viel beschworen – einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge schätzen aber sieben von zehn Unternehmen, dass mindestens die Hälfte ihrer Büro- und Verwaltungsprozesse weiterhin papierbasiert ablaufen werden. So gut wie kein Unternehmen verzichtet demnach vollständig auf Papier. Daher wird der Fotokopierer die Menschen wohl noch einige Jahre begleiten.

          Weitere Themen

          Der heimliche Star des Weltwirtschaftsforums Video-Seite öffnen

          16-Jährige für Klimaschutz : Der heimliche Star des Weltwirtschaftsforums

          Die 16-jährige Schülerin Greta Thunberg aus Schweden will Staatenlenker und Konzernbosse aus aller Welt in Sachen Klimaschutz.wachrütteln. Seit Monaten schwänzt sie sogar freitags ihren Unterricht um vor dem schwedischen Parlament zu demonstrieren.

          Merkels Auftritt locker und aufgeräumt Video-Seite öffnen

          Davos 2019 : Merkels Auftritt locker und aufgeräumt

          Deutschland sehe im Bereich der Digitalisierung überhaupt nicht gut aus, sagte die Bundeskanzlerin auf dem Weltwirtschaftsforum. F.A.Z.-Ressortleiter Finanzen, Gerald Braunberger, analysiert Angela Merkels Auftritt im Video.

          Topmeldungen

          Wie schädlich sind Stickoxide? Darüber wird gerade heftig gestritten.

          Feinstaub-Debatte : Auf Stromlinie

          Die Umweltpolitik ist besonders anfällig dafür, Wissenschaft zu verformen. Doch gerade auf diesem Feld ist die Politik auf Vertrauen angewiesen. Die Debatte um Diesel-Fahrverbote droht dies nachhaltig zu zerstören. Ein Kommentar.

          Aufstand in Venezuela : Guaidó bietet Maduro die Stirn

          Er wolle die Usurpation beenden, eine Übergangsregierung einsetzen und freie Wahlen abhalten, sagte der Präsident des entmachteten Parlaments von Venezuela, Juan Guaidó. Viele Staaten unterstützen ihn. Doch das Militär hält Präsident Maduro die Treue.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.