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Dating auf Facebook : Vorsicht mit der Liebe

  • -Aktualisiert am

Auf Datingplattformen werden üblicherweise nicht nur Katzenfotos ausgetauscht. Nutzer sollten sich deshalb fragen, wo ihre Daten sicher sind. Bild: Facebook

Online nach der Liebe zu suchen ist inzwischen nicht mehr verrucht. Doch Nutzer sollten sich fragen, wo ihre Daten sicher sind.

          Online nach der Liebe zu suchen war mal verrucht. Manche Paare drucksten herum, wenn man sie fragte, wo sie sich kennengelernt haben, dachten sich Geschichten aus, um zu verschleiern, dass sie sich auf einer Plattform kennengelernt haben. Inzwischen ist das bei den meisten völlig akzeptiert. Allein die Nutzerzahlen sprechen Bände.

          Doch auch wenn Dating-Plattformen inzwischen gesellschaftlich akzeptiert sind, sollte man sich immer noch fragen, wem man so sensible Daten wie die zur Liebe, sexuellen Vorlieben oder Abenteuern außerhalb von Beziehungen anvertrauen möchte. Nicht umsonst haben amerikanische Behörden angeordnet, dass ein chinesisches Unternehmen die Dating-App Grindr, auf der vor allem Homo- und Transsexuelle unterwegs sind, verkaufen muss.

          Die Frage nach der Datensicherheit sollten sich Nutzer auch beim neuen Dating-Angebot von Facebook stellen. Schließlich vergeht kaum ein Monat, in dem kein neues großes Datenleck des Internet-Konzerns bekannt wird. Erst in dieser Woche tauchten Telefonnummern von mehr als 420 Millionen Nutzern frei zugänglich im Internet auf. Das war für die Betroffenen, unter ihnen sogar Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst, ärgerlich genug. Doch wenn beim nächsten Datenleck womöglich sexuelle Vorlieben öffentlich werden, würden sich die Betroffenen wohl geradezu nackt fühlen.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

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