https://www.faz.net/-gqe-9jk97

Neue Dating-App : Liebe geht durch den Kühlschrank

Wollen Sie ein Date mit dem Besitzer dieses Kühlschranks? Bild: dpa

Auf Dating-Apps präsentieren sich Nutzer für gewöhnlich mit Profilbildern. Samsung hat jetzt eine neue Dating-App entwickelt, die ganz anders funktioniert: Liebeshungrige zeigen das Innere ihres Kühlschranks.

          Kühlschränke verraten viel über Menschen: Wer dort viel Gemüse lagert, ernährt sich vermutlich gesünder. Wer No-Name-Produkte kauft, ist sparsam. Ist der Kühlschrank leer, handelt es sich um einen Kochmuffel. Und wer teuren Wein im Kühlschrank hat, hat Freude am Leben, Stil und Geld. Das muss natürlich nicht immer stimmen, es handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes eher um Küchenpsychologie.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Und doch hat sich Samsung in Schweden jetzt etwas Spezielles ausgedacht: Kühlschrankdating – oder auf Englisch Refrigerdating. Unter Refrigerdating.com kann man sich anmelden, wie auf vielen anderen Datingwebsites auch: Mit Alter, Name, Geschlecht und welches Geschlecht und Alter ein potentielles Date haben sollte.

          Dazu aber laden Nutzer nicht ihr schönstes Selfie hoch, sondern ein Bild aus dem Inneren ihres Kühlschranks. Dann bekommt man Vorschläge und kann die Kühlschränke potentieller Dates studieren: In manchen ist viel Gemüse, in anderen vor allem Alkohol. Und tatsächlich hat man beim Blick in den Kühlschrank das Gefühl, mehr über jemanden zu erfahren als durch ein Profilbild.

          „Fünf Gänge der Liebe“

          Dann muss man sich entscheiden: „Nicht mein Geschmack“ steht links, „lass uns kochen“ rechts. Haben sich zwei gefunden, die gemeinsam kochen möchten, gibt es ein Match und man kann anfangen zu chatten.

          Samsung bewirbt die App mit voraussehbaren Sprüchen: „Du bist, was Du isst“, steht da. Und: „Es ist das Innere (Deines Kühlschranks), das zählt.“ Oder auch: „Fünf Gänge der Liebe“. Mit der englischen Übersetzung von „Liebe geht durch den Magen“ spielt dagegen die BBC: „Der Weg zum Herzen eines Mannes geht durch den Magen.“

          Doch natürlich hat Samsung mit der App nicht nur romantische Ambitionen. Das Unternehmen verkauft Kühlschränke. Und einige dieser Kühlschränke sind ziemlich smart. Sie wissen, wann Produkte ablaufen und was nachgekauft werden muss. Und sie merken sich den Geschmack ihrer Kunden und schlagen passende Rezepte vor. Mit der neuen App erhält das Unternehmen weitere Daten über seine Kunden und kann seine Kühlschränke kostengünstig ins Gespräch bringen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kurz’ Zögern : Gefangen in der Ibiza-Falle

          Lange wartete Österreichs Kanzler, bis er sich zum Video von FPÖ-Chef Strache äußerte. Dabei war ihm schnell klar, dass sein Vize nicht zu halten ist. Dessen Parteifreund Gudenus soll derweil weiter Kontakt zu der vermeintlichen Oligarchennichte gehalten haben.
          Die 45. Internationale Waffen-Sammlerbörse im März in Luzern

          Mit rund 64 Prozent : Schweizer stimmen für schärferes Waffenrecht

          Die Eidgenossen haben sich den Verbleib im Schengen-Raum gesichert: Eine Mehrheit sprach sich für die Übernahme der verschärften Waffenrichtlinie der EU aus. Bei einer Ablehnung wäre die Mitgliedschaft automatisch nach sechs Monaten erloschen.
          Heiko Maas vor einer Regierungsmaschine auf dem Flughafen in Berlin-Tegel

          Antrittsbesuch in Bulgarien : Maas hat wieder Pech mit seinem Flieger

          Zum dritten Mal in drei Monaten: Heiko Maas hat wieder Ärger mit einem Flieger der deutschen Bundeswehr. Bei seiner Reise nach Bulgarien hatte der deutsche Außenminister mehr als eine Stunde Verspätung, weil ein Triebwerk nicht ansprang.
          Werner Bahlsen

          Bahlsen gibt Fehler zu : „Es muss alles auf den Tisch“

          Der Bahlsen-Verwaltungsratsvorsitzende kündigt an, dass die Geschichte des Unternehmens fundiert aufgearbeitet werden soll. Was seine Tochter gesagt habe, sei falsch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.