https://www.faz.net/-gqe-9p5cu

Smartphones : Zenit überschritten

  • -Aktualisiert am

Alte Handys und Smartphones liegen in einem Container. Bild: dpa

Das Geschäft mit dem Smartphone hat seine besten Zeiten hinter sich. In zehn Jahren gibt es das Gerät wahrscheinlich trotzdem noch – für Traditionalisten.

          Wie lange gibt es noch Smartphones? Diese Frage scheint angesichts der Tatsache, dass in diesem Jahr rund 1,4 Milliarden Stück verkauft werden, unangebracht. Für viele Nutzer ist das Internethandy mehr denn je eine elektronische Schaltzentrale, ohne die sie hilflos wären.

          Trotzdem sollten zwei Aspekte stutzig machen. Die Boomphase von 2010 bis 2015 ist Geschichte. Längst stagniert der Markt. In diesem Jahr dürfte der Absatz um vier bis fünf Prozent sinken – eine noch nie dagewesene Abwärtsentwicklung. Die Kundschaft sieht mangels Innovationen keinen Anlass, sich neue Geräte anzuschaffen; auch der Mobilfunkstandard 5G dürfte da nur vorübergehend für Entspannung in der Branche sorgen.

          Keine Frage: Das Geschäft hat seine besten Zeiten hinter sich. Es ist zudem die zunehmende und allumfassende Vernetzung, die das Gerät in Zukunft entbehrlich macht. In der Ära des Internets der Dinge haben alle Produkte Online-Anbindung. Das Smartphone wurde auch deshalb groß, weil es ermöglichte, das Netz überall dabeizuhaben.

          Künftig muss man das Netz nicht mehr „mitnehmen“. Wir haben vielmehr an allen Ecken und Enden Online-Zugang, ob zuhause, im Auto oder am Arbeitsplatz. Das wissen auch die Hersteller, und sie rüsten sich für die Zeit nach dem Smartphone. In zehn Jahren gibt es das Gerät wahrscheinlich trotzdem noch – für Traditionalisten.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Regierungskrise in Italien : Mit dem „Plan Ursula“ gegen Salvini?

          Der Streit um das Rettungsschiff „Open Arms“ dauert an – und in Rom wird weiter über Szenarien zur Überwindung der Regierungskrise spekuliert. Ein prominenter Politiker stellt sich nun hinter einen Plan zur Bildung einer breiten Front gegen den italienischen Innenminister.

          Klimaschutz : Vertraut nicht den Verboten!

          Im Kampf um das Klima gibt es viele Einzelideen. Sie versperren den Blick auf das Notwendige: ein sinnvolles Gesamtkonzept. Dafür gilt: Lieber gründlich als überhastet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.