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Kartell-Bedenken : Darum stockt das größte Glasfaserprojekt der Telekom

Eine Frau hält ein Kabelbündel aus Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein Glasfasernetzwerk. Bild: dpa

Der gemeinsame Glasfaserausbau von der Telekom und EWE wird vom Kartellamt beobachtet. Noch gibt es keine Abmahnung. Doch die Zukunft des Projekts ist ungewiss. Droht es zu scheitern?

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          Es sollte die Blaupause für den gemeinsamen Ausbau von schnellem Internet werden: eine Partnerschaft der Deutschen Telekom mit dem großen niedersächsischen Kommunalversorger EWE. Bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen wollen sie in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen mit Glasfaser bis in die Häuser (FTTH) anschließen. Rund zwei Milliarden Euro an Investitionen binnen zehn Jahren haben die beiden Partner für die Gigabit-Leitungen angekündigt. Doch das größte deutsche Glasfaser-Kooperationsprojekt gerät ins Schleudern. In der bisher geplanten Form könnte das Gemeinschaftsunternehmen, die „Glasfaser Nordwest“, den Wettbewerb behindern und den Internetausbau möglicherweise sogar bremsen, befürchtet das Kartellamt.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Obwohl die Bonner Behörde noch keine offizielle „Abmahnung“ verschickt hat, gibt es nach Informationen der F.A.Z. schon intensive Gespräche über Auflagen, mit denen die Deutsche Telekom und EWE ein Veto verhindern wollen. „Derartige Kooperationen können den Glasfaserausbau in Deutschland voranbringen. Es muss aber sichergestellt sein, dass dadurch die Ausbaudynamik zwischen den Wettbewerbern auf dem Markt nicht erlahmt und durch die Zusammenarbeit tatsächlich der Glasfaserausbau beschleunigt wird“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der F.A.Z.

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