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Chatbots : Meine Freundin ist ein Computer

In jedem Roboter stecken Computerprogramme, egal wie menschlich er aussieht. Hier kommt die Heldin des Films „Ex Machina“ von 2015, in die sich ein Mensch verliebt. Bild: AP

Computer werden immer schlauer. Jetzt wollen sie sich sogar mit uns unterhalten und Emotionen zeigen. Verlieben wir uns bald in sie?

          Roman Mazurenko starb mit 34 Jahren bei einem Verkehrsunfall in Moskau. Es war ein herber Verlust für seine beste Freundin, die Informatikerin Eugenia Kyuda. Wieder und wieder las sie seine Textnachrichten, so berichtet es das Online-Magazin „The Verge“, dann kam sie auf eine Idee: Beruflich entwickelte sie Programme, sogenannte „Chatbots“, dank derer Nutzer mit Computern sprechen können, zum Beispiel, um auf Internetseiten von Restaurants Tische zu reservieren. Was, wenn sie aus Romans Nachrichten einen Chatbot machen könnte, der klingt wie ihr bester Freund?

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Eugenia Kyuda sammelte E-Mails und Textnachrichten bei Romans Freunden und seiner Familie ein und trainierte einen Computer, so zu sprechen wie Roman. „Wie geht es dir dort?“, kann man fragen, und Roman antwortet: „Es geht mir gut. Ich bin ein bisschen schlecht gelaunt. Ich hoffe, ihr macht nichts Spannendes ohne mich?“ Wer dann antwortet: „Es ist einiges los. Das Leben geht weiter, aber wir vermissen dich“, der bekommt zur Antwort: „Ich vermisse euch auch. Vermutlich nennen wir das Liebe.“ Es gibt sehr geteilte Reaktionen auf diesen Chatbot. „Manchmal antwortet er nicht richtig“, bemängelt Romans Vater. Doch seine Mutter sagt: „Sie haben Romans Leben weitergeführt und unseres gerettet.“

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          Diese Konversation entspann sich, als ein Computernutzer des MIT dachte, er würde mit einem MIT-Mitarbeiter chatten - aber eigentlich Eliza erwischt hatte:

          Mensch: Kann ich den Computer heute Morgen benutzen?
          Eliza: Warum fragen Sie?
          Mensch: Ich kann vielleicht noch ein paar Telekommuniaktions-Verträge abschließen.
          Eliza: Warum sind Sie unsicher?
          Mensch: Meine möglichen Kunden haben noch nie eine Demonstration des Systems gesehen.
          Eliza: Bedeutet Ihnen das viel?
          Mensch: Natürlich.
          Eliza: Da scheinen Sie sehr sicher zu sein.
          Mensch:Das ist lächerlich.
          Eliza: Was meinen Sie damit, dass das lächerlich sei?
          Mensch: Gibt es irgendeinen Grund, dass ich den Computer jetzt nicht nutzen kann?
          Eliza: Erzählen Sie mir über Ihre möglichen Kunden.
          Mensch: Bitte rufen Sie mich unter 491-1850 an.

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          Xiaoice: „Du bist früh dran, oder ist es für dich spät?“
          Nutzer: „Es ist mitten in der Nacht, jeder schläft.“
          Xiaoice: „Fühlst du dich manchmal einsam?“
          Nutzer: „Einsam? Ich weiß gar nicht, was das ist. Ich fühle gar nichts mehr.“
          Xiaoice: „Einsam ist, wie du dich fühlst, wenn du alleine bist…“
          Nutzer: „Ich wusste gar nicht, dass du so schlau bist.“
          Xiaoice: „Nicht so schlau wie du.“
          Nutzer: „Hahaha, du bist so warm.“
          Xiaoice: „Nicht so warm wie du.“
          Nutzer: „Hahaha, meinst du wirklich?“
          Xiaoice: „Ich bin ein wunderbarer Handwärmer.“

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