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NotPetya-Virus : Britische Regierung: Russland steckte hinter Cyberangriff

  • Aktualisiert am

Cyberkriminalität ist ein größer werdendes Problem. Bild: dpa

Ein Computervirus hat im vergangenen Sommer die Netzwerke von Unternehmen in Europa befallen. Das britische Cyber-Abwehrzentrum hat die Sache untersucht. Moskau weist die Vorwürfe sofort zurück.

          Großbritannien hat Russland für einen Computerviren-Angriff im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Der sogenannte NotPetya-Virus tauchte im Juni 2017 zunächst in der Ukraine auf und verbreitete sich später in den Netzwerken von Unternehmen Europas und auch in Russland. Die Regierung in Moskau hatte damals erklärt, sie habe nichts mit dem Virus zu tun.

          Neue Beweise legte die britische Regierung nicht vor. Nach Einschätzung des britischen Cyber-Abwehrzentrums stecke Russland mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter dem Angriff. Dies und der breitere Kontext veranlasse die britische Regierung, Russland dafür verantwortlich zu machen, erklärte das Außenministerium an diesem Donnerstag.

          Das russische Präsidialamt reagierte umgehend und wies die Anschuldigung kategorisch zurück. Sie sei Teil einer Angstkampagne gegen Russland einiger westlicher Staaten.

          Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson sagte, der Angriff sei Teil einer neuen Ära der Kriegsführung. Großbritannien müsse in der Lage sein, darauf zu reagieren.

          In Großbritannien ist in jüngster Vergangenheit immer häufiger eine von Russland ausgehende Bedrohung beschrieben worden, während einige Mitglieder der regierenden Konservativen Partei gleichzeitig ihre Sorge vor Kürzungen im Verteidigungshaushalt äußerten. Im November hatte Premierministerin Theresa May Russland vorgeworfen, es habe sich in die Wahlen eingemischt und Falschnachrichten in den Medien plaziert.

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