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Gegen Grippe : Mainzer Biotechfirma bekommt einen mächtigen Partner

  • Aktualisiert am

Biontech-Mitarbeiter im Werksstandort in Mainz. Bild: Helmut Fricke

Biontech erforscht neue Mittel gegen Grippe. Und ist so erfolgreich, dass nun auch einer der Großen der Branche Geld gibt.

          Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech hat den amerikanischen Pharmakonzern Pfizer als Partner gewonnen. Zusammen wollen die beiden Unternehmen im Rahmen einer mehrjährigen Forschungs- und Entwicklungskooperation neuartige Grippeimpfstoffe entwickeln, teilten Biontech und Pfizer an diesem Donnerstag mit.

          Von dem Pfizer erhält Biontech eine Vorauszahlung über 120 Millionen Dollar sowie sogenannte Meilensteinzahlungen von bis zu 305 Millionen Dollar für das Erreichen bestimmter Ziele in der Zusammenarbeit. Pfizer wird die weitere Forschung finanzieren und beteiligt sich mit einem kleineren Anteil, der nicht spezifiziert wurde, an dem rheinland-pfälzischen Unternehmen. Sollten Produkte aus der Kooperation auf den Markt kommen, erhält Biontech Lizenzgebühren.

          Das im Jahr 2008 gegründete Mainzer Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von personalisierten Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten spezialisiert. Mit Pfizer soll die Forschung und Entwicklung von Grippeimpfstoffen auf Basis des Botenmoleküls Messenger-RNA (mRNA) vorangetrieben werden. Dieser Ansatz soll eine schnellere und kostengünstigere Herstellung von Grippeimpfstoffen mit höherer Wirksamkeit im Vergleich zu aktuellen Impfstoffen ermöglichen. Nachdem Biontech eine erste klinische Studie abgeschlossen hat, werden die Amerikaner die alleinige Verantwortung für die weitere klinische Entwicklung und Kommerzialisierung der Grippeimpfstoffe übernehmen.

          Biontech beschäftigt mehr als 750 Mitarbeiter und arbeitet unter anderem mit der Roche-Tochtergesellschaft Genentech, Sanofi und Eli Lilly zusammen. Wichtigste Kapitalgeber sind die Gebrüder Strüngmann, die den Generikahersteller Hexal im Jahr 2005 an Novartis verkauft hatten. Sie halten einen Anteil von mehr als 50 Prozent an dem Unternehmen.

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