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Betriebsräte warnen : 5-G-Auflagen könnten mehr als 10.000 Arbeitsplätze kosten

Sollten hier die Netze zwangsgeöffnet werden? Autobahn A9 mit parallel laufender ICE-Strecke. Bild: obs

Tausende Arbeitsplätze könnten verlorengehen, wenn die kommende 5-G-Auktion für die Mobilfunkkonzerne mit den geplanten hohen Auflagen verknüpft werde – warnen Arbeitnehmervertreter. Sie schreiben einen Brandbrief, der der F.A.Z. vorliegt.

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          Arbeitnehmervertreter der drei großen Mobilfunkkonzerne wehren sich gegen die von der Bundesregierung angestrebten zusätzlichen Auflagen für die 5G-Auktion. In dieser sollen im kommenden Frühjahr die ersten Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard vergeben werden. In einem gemeinsamen Schreiben an die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles und den Fraktionschef von CDU/CSU, Ralph Brinkhaus, warnen sie, dass die große Koalition damit eine „fünfstellige Zahl an Arbeitsplätzen“ gefährde.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Verfasst haben den Brief die Konzernbetriebsratsvorsitzenden von Vodafone, Deutscher Telekom und Telefónica mit seiner Marke O2. Ihre Kritik richtet sich auf ein geplantes „Roaminggesetz“: Damit will die Bundesregierung sicherstellen, dass die Mobilfunker auch gegen ihren Willen verpflichtet werden können, ihre Netze entlang der Verkehrswege und in besonders lückenhaft versorgten Regionen für eine Mitnutzung durch Konkurrenten zu öffnen. Kunden eines Betreiberunternehmens, das dort keine eigene Infrastruktur unterhält, könnten dann über fremde Netze telefonieren und surfen.

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