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Attraktivität von Unternehmen : Was Talente anzieht

  • -Aktualisiert am

In Deutschland gibt es tausende Weltmarktführer – viele haben Schwierigkeiten, Programmierer zu finden. Denn die lassen sich von großen Namen locken. Das muss nicht so bleiben.

          Die großen Namen wirken. Das zeigt sich in Innovationsranglisten, wo Topmanager Potentiale von Unternehmen bewerten und das zeigt sich nun auch wieder in einer Absolventenbefragung unter Informatikern. Technologiegiganten stehen ganz vorne und wenn deutsche Unternehmen auftauchen, sind es meistens Konzerne wie Adidas, BMW oder SAP. Sie haben Vorteile in der Rekrutierung von Fachkräften, weil sie besser zahlen können und weil sie Strukturen aufgebaut haben, die attraktiv wirken.

          Auf der Strecke bleiben da meistens die Mittelständler, die unbekannten Weltmarktführer, von denen es in Deutschland Tausende gibt. Sie hadern damit, dass es schwierig ist, Talente in die vermeintliche Provinz zu locken. Ihre Geschäftsmodelle sind zwar hochtechnologisiert, aber meistens nicht so einfach zu erklären wie die von Autoherstellern oder Sportartikelunternehmen.

          Das sollte sie allerdings auch nicht lähmen, denn Herzogenaurach oder Walldorf wären ohne Adidas und SAP sicherlich auch nicht der erste Zuzugswunsch für junge Talente. Solche Listen, auf denen die Großkonzerne vorne auftauchen, sollten den Mittelstand nicht entmutigen: vielen Programmierern sind die Arbeitsatmosphäre und reizvolle Aufgaben inzwischen wichtiger als Gehalt. Ihre Innovationskraft sollten die Mittelständler stärker bewerben. Dann klappt es auch mit den Talenten.

          Jonas Jansen

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für die „Netzwirtschaft“.

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