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Fliegende Funkzellen : Drohnen bringen Handyempfang in Hurrikan-Gebiete

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Die Mobilfunkdrohnen sind etwas größer als Kameradrohnen, wie diese der deutschen Polizei. Bild: dpa

In Katastrophengebieten kann die Frage, ob das Handy Empfang hat, über Leben und Tod entscheiden. Zwei amerikanische Telefonanbieter greifen dafür zu einem ungewöhnlichen Mittel.

          Die Vereinigten Staaten sind wie jedes Jahr auf dem Weg in die Hurrikan-Saison. Im vergangenen Jahr schlug Hurrikan Maria eine Schneise der Verwüstung durch die Karibik und tötete Hunderte Menschen. Auf Puerto Rico, wo der Sturm mit am schlimmsten gewütet hatte, fielen mehr als 90 Prozent der Mobilfunkmasten aus.

          Wer keinen Handyempfang hat, kann in einer akuten Notlage keine Hilfe rufen. Um in Katastrophengebieten möglichst schnell die Mobilfunkversorgung wiederherzustellen, setzen die beiden amerikanischen Telefonanbieter AT&T und Verizon jetzt auf fliegende Funkzellen. Wie der amerikanische Sender CNBC berichtet, ist der Gedanke dahinter denkbar einfach: Eine sonst an einem Funkmast fest montierte Antenne wird auf eine Drohne geschraubt und in die Unglücksregion geflogen.

          4G in einer Meile Radius

          Verizon testet gerade eine gut 90 Kilogramm schwere Drohne mit einem Mobilfunktransmitter, die von Benzin angetrieben wird, im Bundesstaat New Jersey. Sie baut eine eigene Funkzelle auf und stellt in einem Radius von einer Meile (1,6 Kilometer) Handyempfang und mobiles Internet mit einer 4G-LTE-Datenverbindung zur Verfügung.

          „Die Fähigkeit, Netz in eine Gegend zu bringen, die kein Netz hatte, hat sehr schnell Begeisterung bei Einsatzkräften hervorgerufen“, sagte Verizon-Netzchef Michael Haberman dem Sender. „Plötzlich haben Nutzer die Möglichkeit, ihr Smartphone zu benutzen, um Hilfe rufen und helfen, sie zu finden.“ Die Drohnen sollen noch in diesem Jahr für Naturkatastrophen zur Verfügung stehen.

          Nach dem Desaster um Hurrikan Maria erlaubte die amerikanische Kommunikationsbehörde FCC Verizons Mitbewerber AT&T, ihr „Cell on Wings“-Programm („Handy mit Flügeln“) einzusetzen, das ebenfalls auf Drohnen basiert. AT&T öffnete sein Netz damals für alle, nicht nur für die eigenen Kunden.

          Der Chef des AT&T Drohnenprogramms, Art Pregler, betonte seine uneingeschränkte Unterstützung: „Wir würden unsere Mobilfunk-Drohnen Einsatzkräften, etwa der Feuerwehr, zur Verfügung stellen und sie für sie fliegen. „Es braucht nur einen Anruf und wir werden diese Dienstleistung zur Verfügung stellen.“

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