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Für eigene Chipfertigung : Apple kauft Teile von deutschem Zulieferer – 26 Prozent Kursplus

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Eine Flagge von Dialog Semiconductors in Germering bei München. Bild: Reuters

Apple investiert in die Entwicklung eigener Chips und bindet sich zugleich längerfristig an Dialog Semiconductor. Die Anleger freut’s.

          Der europäische Chipentwickler Dialog Semiconductor tritt einen Teil seines Geschäfts und Know-hows an Apple ab und bekommt im Gegenzug künftige Aufträge des Tech-Konzerns zugesichert. Für 300 Millionen Dollar übernimmt Apple mehr als mehr als 300 Dialog-Ingenieure, Patente und vier Standorte, wie beide Unternehmen am Donnerstag bekanntgaben. Zudem zahlt Apple weitere 300 Millionen Dollar vorab für die Lieferung von Halbleitern in den nächsten drei Jahren. Der Konzern bindet sich damit längerfristig an den Chipentwickler, mit dem das Unternehmen seit den Anfangstagen des iPhones zusammenarbeitet.

          Anleger feierten den Deal. Die Aktie von Dialog Semiconductor erlebte daraufhin den größten Kurssprung seit 16 Jahren. Die im S-Dax notierte Dialog-Aktie stieg in der Spitze um fast 34 Prozent auf 22,20 Euro und damit auf einen Marktwert von fast 1,7 Milliarden Euro. Am späten Vormittag notierte sie noch 26 Prozent im Plus. Dialog kündigte an, nach der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Prozent auf den Weg bringen zu wollen.

          DIALOG SEMIC.

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          Die Standorte in Nabern und Neutaubing in Deutschland, in Livorno (Italien) und Swindon (Großbritannien) gehen an Apple. Die zu übernehmenden Mitarbeiter Mitarbeiter entsprechen rund 16 Prozent der derzeitigen Dialog-Belegschaft. Sie haben in der Vergangenheit bereits fast ausschließlich für Apple-Produkte gearbeitet und werden nun Beschäftigte des Konzerns. Apple vertieft damit die Entwicklung eigener Chips. Unter anderem sichert sich der Konzern Lizenzen auf einige Dialog-Patente für Technologien zur Stromsteuerung, die vom iPhone bis zur Apple Watch zum Einsatz kommen.

          Auto- und Smartphonebranche im Fokus

          Ende Mai hatte Dialog gewarnt, dass die Firma Aufträge von Apple verlieren könnte, weil der iPhone-Konzern eigene Chips zur Stromsteuerung entwickele. Das setzte den Kurs zeitweise stark unter Druck. Investoren sorgten sich wegen der hohen Abhängigkeit des deutsch-britischen Unternehmens von dem Konzern aus dem Silicon Valley. Laut Firmenchef Jalal Bagherli machen Apple-Aufträge in diesem Jahr zwei Drittel des Konzernumsatzes aus.

          Künftig will sich Dialog verstärkt um andere Kunden bemühen und schaut dabei vor allem in Richtung Auto- und Smartphonebranche und auf Firmen, die im Bereich Internet der Dinge aktiv sind. In vier Jahren sollen Bagherli zufolge die Geschäfte mit dem Hauptkunden Apple nur noch für maximal 40 Prozent der Erlöse stehen.

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