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Festnahme in Kalifornien : Apple-Entwickler soll für chinesisches Unternehmen spioniert haben

  • Aktualisiert am

Auch wenn es hier fast so aussieht: Der Spion war nicht Apple-Chef Tim Cook. Bild: AFP

Apples Auto-Projekt ist streng geheim. Ein früherer Mitarbeiter soll Daten an ein chinesisches Unternehmen weitergegeben haben. Kurz vor der Flucht wurde er gestoppt.

          Ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter ist in den Vereinigten Staaten wegen des Verdachts auf Verrat von Betriebsgeheimnissen an ein chinesisches Unternehmen festgenommen worden. Xiaolang Zhang soll während seiner Elternzeit von Apple streng gehütete Daten über ein selbstfahrendes Auto auf seinen Laptop heruntergeladen und an das Start-up-Unternehmen Xiaopeng Motors weitergegeben haben, wie der Anklageschrift des FBI zu entnehmen ist. Zudem soll er Hardware entwendet haben. Die Ermittler nahmen Zhang am Flughafen von San José in Kalifornien fest, bevor er nach China fliehen konnte.

          „Wir arbeiten mit den Behörden in dieser Sache zusammen und werden alles tun, um sicherzustellen, dass diese Person und alle anderen beteiligten Personen für ihre Handlungen zur Verantwortung gezogen werden“, teilte Apple mit.

          Der für seine iPhones, iPads und iPods bekannte Konzern ist in den Wettlauf um die Entwicklung autonom fahrender Autos vergleichsweise spät eingestiegen und hat sich weitestgehend bedeckt über seine genauen Ambitionen in dem Bereich gehalten. Laut Anklageschrift haben 5000 der insgesamt ungefähr 135.000 Apple-Mitarbeiter Informationen über das Auto-Projekt. Zhang soll aber zu den 2700 Beschäftigten gehört haben, die auch Zugriff auf die geheimen Dateien haben.

          Apple hatte erst im April 2017 die Erlaubnis für Tests in Kalifornien erhalten. Konzernchef Tim Cook hatte dazu erklärt, der Fokus des Unternehmens liege auf autonomen Systemen, zu denen eigenständig fahrende Fahrzeuge zählten. Es handle sich um eine Kerntechnologie, die Apple für sehr wichtig halte. Zuvor hatten in den Vereinigten Staaten allerdings bereits zahlreiche Unternehmen wie Google, Ford, Volkswagen und Daimler entsprechende Zulassungen bekommen.

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