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Hedgefonds-Kommentar : Angriffsziel Wirecard

Die Vorwürfe gegen Wirecard müssen nicht stimmen. Denn mit ihnen wollen bestimme Investoren Geld verdienen.

          Der Zahlungsdienstleister Wirecard ist seit Jahren regelmäßig Ziel von Attacken durch Hedgefonds. Diese werden auch durch Presseartikel begleitet, in denen dem Zahlungsdienstleister Betrug vorgeworfen wird.

          Wirecard-Vorstandschef Markus Braun hat mit solchen Angriffen in den vergangenen Jahren reichlich Erfahrung sammeln können. Das im Herbst in den führenden deutschen Aktienindex Dax aufgenommene Unternehmen befindet sich in guter Gesellschaft: Der Münchner Versicherungskonzern Allianz, die Commerzbank oder auch die Deutsche Bank waren schon Angriffsziel von Hedgefonds.

          Die Bilanzen großer Finanzkonzerne sind umfangreich, die Wertansätze beruhen oft auf Annahmen. Über diese lässt sich streiten. Erst recht, wenn wie im Fall von Wirecard ein Geschäftsmodell hinzu kommt, dass für Außenstehende nicht leicht zu verstehen ist. Zudem nähren Akquisitionen in Asien Zweifel, ob diese auch tatsächlich werthaltig sind.

          Im Vergleich zur Allianz oder zu den beiden Großbanken kommt bei Wirecard erschwerend das rasante Wachstum hinzu. Ob damit auch die internen Strukturen Schritt gehalten haben, diese Frage muss nach den jüngsten Attacken geklärt werden. Trotzdem müssen die Vorwürfe nicht stimmen. Denn mit ihnen wollen bestimme Investoren Geld verdienen.

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