https://www.faz.net/-gqe-9jgxt

5G-Ausbau : Merkel stellt Bedingungen für Huawei-Auftrag

  • Aktualisiert am

Kanzlerin Angela Merkel zu Besuch in Japan Bild: dpa

Sicherheitsexperten und Indstrie streiten darüber, ob chinesische Konzerne wie Huawei für den 5G-Netzausbau beauftragt werden sollen. Die Kanzlerin hat sich nun positioniert.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bedingungen formuliert, damit chinesische Netzwerkfirmen wie Huawei am Ausbau eines modernen 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland teilnehmen können. Man müsse angesichts der Sicherheitsbedenken mit der chinesischen Regierung sprechen, dass „eben nicht die Firma einfach die Daten an den Staat abgibt“, sagte Merkel am Dienstag in Tokio in einer Diskussion mit Studenten der Keio-Universität.

          Es müsse klargestellt sein, dass der chinesische Staat nicht auf alle Daten chinesischer Produkte zugreifen könne. Generell müsse man mit China einen Weg finden, um die Rechte an geistigem Eigentum zu sichern.

          Merkel verwies auf die in Deutschland und anderen westlichen Staaten laufende Debatte, ob Huawei an den Ausschreibungen um den Aufbau eines 5G-Netzes beteiligt oder ausgeschlossen werden solle. Sicherheitskreise fürchten den Abfluss von Daten oder den möglichen Zugriff auf sensible Infrastruktur im 5G-Netz. Dagegen befürworten die Industrie und die Telekommunikationsanbieter eine Teilnahme auch chinesischer Anbieter.

          Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte nach einem Treffen mit Merkel gesagt, seine Regierung wolle einzelne Unternehmen nicht ausschließen. Man werde aber darauf achten, wie Informationen nutzen gesammelt würden.

          Weitere Themen

          Keine Pelze mehr für Mäntel Video-Seite öffnen

          Norwegen verbietet Farmen : Keine Pelze mehr für Mäntel

          Nerze sollen in Norwegen künftig nicht mehr geschlachtet und gehäutet werden dürfen: Die Regierung will den Bau neuer Pelzfarmen verbieten, bestehende sollen bis 2025 geschlossen werden. Während Tierschutzaktivisten jubeln, sorgen sich Züchter um ihre eigene Zukunft.

          Topmeldungen

          TV-Duell für Tory-Vorsitz : „Wo ist Boris?”

          In einer lebendigen Debatte stellen die Kandidaten für den Vorsitz bei den britischen Konservativen unter Beweis, wie groß das Arsenal präsentabler Politiker der Tory-Partei noch ist. Boris Johnson bleibt der Runde fern – und ein anderer sticht heraus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.