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Neue Verordnung : Die Tretroller kommen – ohne Helm und Führerschein

Geparkte E-Roller stehen vor einer Hausfassade in Detroit, Amerika. Bild: Martin Gropp

Verkehrsminister Andreas Scheuer erlaubt elektrische Tretroller auf Gehwegen und lockert die Voraussetzungen für die Nutzung. Doch es gibt Konfliktpotential.

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          Erwachsene auf Rollern werden bald auch in Deutschland zum Straßenbild gehören. Die Bundesregierung will elektrische Tretroller zulassen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die Verordnung über die neuen „Elektrokleinstfahrzeuge“ gerade unterschrieben. Am Ende hat er die Voraussetzungen für die Nutzung der sogenannten EScooter noch einmal gelockert.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          So will er auf die zunächst geplante (Mofa-)Führerscheinpflicht für Roller mit Lenk- und Haltestangen verzichten. Außerdem sollen nicht erst Fahrer ab 15 Jahren, sondern schon Zwölfjährige die Roller nutzen dürfen.

          Zwischen zwei Klassen von Fahrzeugen wird differenziert: Roller, die mit einer Geschwindigkeit von 6 bis 12 Kilometern in der Stunde fahren, sollen ausschließlich auf Gehwegen, jene mit Tempo 12 bis Tempo 20 auf Radwegen fahren. Um diese schnelleren Roller nutzen zu dürfen, muss man mindestens 14 Jahre alt sein. Ist kein Radweg da, können die Rollerfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. Eine Helmpflicht ist nicht vorgesehen, aber die über eine Plakette dokumentierte Versicherungspflicht.

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