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Beteiligung an Rivian : Amazon steigt ins Geschäft mit Elektromobilität ein

  • Aktualisiert am

Der Rivian SUV R1S auf einem Pressefoto Bild: AFP

Der amerikanische Elektroautohersteller Rivian hat 700 Millionen Dollar Kapital eingesammelt – mit einem prominenten Beteiligten.

          Dem Gefühl nach gibt es kein Produkt mehr auf dieser Welt, bei dem Amazon nicht seine Finger mit im Spiel hat. Zuletzt verkündete der amerikanische Online-Riese, nun auch Möbel im skandinavischen Design zu vertreiben. Jetzt mischt das Unternehmen offenbar auch auf dem Feld der Elektromobilität mit. Wie der amerikanische Elektroautohersteller Rivian bekannt gegeben hat, führt Amazon eine 700 Millionen Dollar schwere Investitionsrunde an. Zuvor hatte schon die Nachrichtenagentur Reuters über Gespräche zwischen General Motors und Amazon über eine mögliche Beteiligung an Rivian berichtet. 

          Die Investition folgt direkt auf Rivians Enthüllung zweier Elektrofahrzeuge auf der LA Auto Show im  vergangenen November: des Pick-ups R1T und des SUV R1S. Die Fahrzeuge haben laut dem Hersteller eine Reichweite von 640 Kilometern und werden im amerikanischen Bundesstaat Illinois produziert. Ende 2020 sollen die ersten Kunden beliefert werden, Vorbestellungen werden bereits angenommen. 

          „Wir sind von der Vision inspiriert, die Rivian von der Zukunft des elektrischen Transports hat“, kommentierte Amazon-Vertriebschef Jeff Wilke die Beteiligung in einer Stellungnahme. Rivian-Geschäftsführer RJ Scaringe habe ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut mit entsprechendem Produktportfolio und der passenden Technologie. „Wir sind höchst erfreut, in ein solch innovatives Unternehmen zu investieren“, sagte Wilke.

          „Diese Investitionen sind für Rivian und den Wechsel zu nachhaltiger Mobilität ein wichtiger Markstein“, sagte Rivian-Chef Scaringe. Rivian wolle aber ein unabhängiges Unternehmen bleiben. An der Finanzspritze hätten sich auch schon bestehende Anteilseigner beteiligt. Bisheriger Hauptinvestor ist das in Saudi-Arabien ansässige Unternehmen Abdul Latif Jameel (ALJ). Nähere Angaben zu den jüngsten Investitionen will Rivian derzeit aber nicht offen legen.

          Bislang operierte das 2009 von Scaringe als Mainstream Motors gegründete Unternehmen eher im Dunkeln. Nach der Namensänderung zu Rivian im Jahr 2011 zog der Autohersteller aus Florida weg und verteilte seine mittlerweile 750 Mitarbeiter auf vier Standorte in Amerika und eine Niederlassung in Großbritannien. Der Großteil der Angestellten sitzt in Michigan, in direkter Nähe zu einem wichtigen Automobilzulieferer. In San Jose und Irvine im Bundesstaat Kalifornien arbeitet Rivian zudem an der Entwicklung einer Technologie für das autonome Fahren.

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