https://www.faz.net/-gqe-9ox7u

Verpackungsmüll : Amazon-Retouren in Amerika jetzt ohne Verpackung möglich

  • -Aktualisiert am

Dieses Packet, welches ein Amazon-Mitarbeiter im Verteilzentrum in Maryland trägt, ist noch verpackt. Retouren in Amerika müssen nun nicht mehr verpackt werden. Bild: Reuters

In Amerika können Amazon-Kunden Retouren jetzt auch ohne Verpackung zurückgeben. Möglich ist das in tausenden Geschäften. Eine Ausweitung dieses Modells auf Deutschland ist fraglich.

          1 Min.

          In Amerika können Kunden des Online-Versandhändlers Amazon Waren jetzt auch ohne Verpackung zurückgeben. Das gab das Unternehmen Anfang Juli bekannt. Was sich nach einer klima- und umweltfreundlichen Maßnahme anhört, richtet sich vielmehr an die Faulheit der Kunden. So heißt es in der Mitteilung, Amazon wolle auch die Zurücknahme von Waren so einfach wie möglich machen. Gleichzeitig gehe das Unternehmen davon aus, dass es für viele ein großes Ärgernis sei, eine passende Box und Klebeband zu finden sowie Rücksend-Scheine auszudrucken.

          Statt die zurückzugebende Ware zu verpacken und dann per Post aufzugeben, können die Produkte – komplett unverpackt – in Zukunft an einer von tausenden Stellen in Amerika abgegeben werden. Zunächst sei dies beim Einzelhandelsunternehmen Kohl’s, in ausgewählten Whole Foods Märkten sowie in den Poststellen von UPS möglich. Außerdem können die doch nicht gewünschten Waren in Amazon-Läden zurückgegeben werden. Dafür sei es lediglich nötig, einen QR-Code bei der Warenrückgabe vorzuzeigen. 

          In den entsprechenden Stellen werden die zurückgegebenen Produkte dann von den dortigen Mitarbeitern verpackt und verschickt. Gleichzeitig soll es weiterhin möglich sein, verpackte Waren zurückzuschicken. 

          Auf Nachfrage der F.A.Z. wollte Amazon Deutschland nicht bestätigen, ob es bald auch hierzulande möglich sein soll, Retouren ohne Verpackung zurückzugeben. Ein Sprecher antwortete ausweichend: „Wir haben bei Amazon seit jeher die Angewohnheit, erst dann über neue Services oder Produkte zu sprechen, wenn Sie für Kunden auch verfügbar sind. Das ist für Deutschland derzeit nicht der Fall“. Daher ist unklar, ob es zumindest Überlegungen gibt oder ob der Erfolg des Services in Amerika analysiert werden soll. 

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sogenannte Fußballfans in Bulgarien, einem „der tolerantesten Länder der Welt“?

          Gegen den Hass : Die Strafen müssen weh tun

          Im Fußball hat sich ein Klima entwickelt, in dem sich Rassisten und Nazis ungeniert ausleben. Sanktionen schlugen bislang fehl. Ohne Punktabzüge und Disqualifikationen wird es nicht gehen. Aber selbst das reicht nicht.
          Wer zu den Besten in der Forschung gehören möchte, muss sich den Platz hart erkämpfen. Auch in Deutschland gibt es hierfür inzwischen Graduiertenschulen, die die Promovierenden unterstützen.

          Spitzenforschung : Wo die Promotion zur Selektion wird

          Amerikas Dominanz in der Spitzenforschung hat auch die hiesige Nachwuchsförderung kräftig umgekrempelt. Wer oben mitspielen will, muss an eine Graduiertenschule und sich von dort aus die begehrten Plätze erkämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.