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Musik-Streaming-Dienste : Holt Amazon Music bald zu Apple und Spotify auf?

  • -Aktualisiert am

Über Lautsprecher wie Amazon Echo können Kunden von Amazons Musik-Streamingdiensten Songs direkt abspielen. Bild: dpa

Im Jahr 2018 konnte Amazons Musikdienst seine Abo-Zahlen um 70 Prozent steigern. Das ist deutlich mehr Wachstum als bei der Konkurrenz.

          Im Video-Streaming nimmt der Online-Versandhändler Amazon schon heute eine führende Rolle mit seinem Dienst Amazon Prime ein. Nun zeichnet sich ab, dass Amazon auch im Musik-Streaming zu den aktuellen Marktführern Spotify und Apple Music aufholen könnte.

          So sollen die Abonnentenzahlen des Musikdienstes Amazon Music Unlimited alleine im vergangene Jahr um 70 Prozent gewachsen sein. Das berichtet die „Financial Times“ mit Bezug auf Personen, die Einblick in die Abonnentenzahlen gehabt haben sollen. Im Vergleich dazu konnte der aktuelle Marktführer, Spotify, nur 25 Prozent an Abonnenten dazugewinnen. Spotifys werbefreien Premiumdienst nutzen damit nun weltweit über 100 Millionen Menschen. Hinzu kommen weitere 110 Millionen, die das kostenlose, werbefinanzierte Angebot nutzen. Amazon kommt mit seinen Musik-Diensten auf 32 Millionen Nutzer.

          Amazon bietet zwei verschiedene Musik-Streaming-Dienste an. Amazon Music Unlimited ist in Preis und Musikangebot mit den großen Konkurrenten Spotify und Apple Music vergleichbar. Ein großer Teil der Kunden nutzt aber den für Prime-Mitglieder kostenlosen Dienst Prime Music. In diesem stehen deutlich weniger Lieder zur Verfügung. Amazon selbst macht weder genaue Angabe dazu, wie das Verhältnis zwischen Prime Music und Amazon-Music-Unlimited-Kunden ist, noch wie rentabel sein Musik-Streaming-Geschäft ist. 

          Auch deshalb sagte Murk Mulligan, Experte und Chef des Medien-Analyse-Instituts Midia Research, gegenüber der Financial Times, Amazon sei „das dunkle Pferd“ im Musikstreaming, dem die Leute zwar nicht so viel Aufmerksamkeit schenkten wie Apple und Spotify, aber welches höchst effektiv sei. Der Chef von Amazon-Music, Steve Boom, zeigte sich optimistisch. Er sehe Amazons Musikdienst nur teilweise in Konkurrenz zu Spotify und Co. Während der schwedische Anbieter besonders auf die Zielgruppe der jüngeren Generation setzt, habe Amazon – zumindest in Amerika – einen deutlich größeren Marktanteil unter älteren Menschen. 

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