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Diesel-Affäre : Inhaftierter Porsche-Manager kommt frei

  • Aktualisiert am

Während dieser Razzia im April wurde der Porsche-Manager inhaftiert. Bild: dpa

Motorenchef Jörg Kerner war nach einer Diesel-Razzia festgenommen worden. Nun ist er wieder auf freiem Fuß – unter strengen Auflagen.

          Der nach der Diesel-Razzia bei Porsche verhaftete Manager Jörg Kerner kommt aus der
          Untersuchungshaft frei. Das Amtsgericht Stuttgart setzte den Haftbefehl am Montag nach gut drei Monaten unter Auflagen außer Vollzug, wie eine Sprecherin sagte. Die Staatsanwaltschaft hatte das zuvor beantragt. Der Motorenchef war nach einer Durchsuchungsaktion bei Porsche im April festgenommen worden und saß seither wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft.

          Zu den Auflagen gehört nach Angaben der Staatsanwaltschaft, dass er Ausweis und Reisepass abgeben muss und das Land nicht verlassen darf. Zudem darf er vorerst keinen Kontakt zu anderen Beschuldigten in den Diesel-Verfahren gegen Porsche und Audi und auch nicht zu Zeugen oder potenziellen Zeugen aufnehmen.

          Kerner war Porsches Motorenchef und zuvor für Audi tätig. Er war nach einer Durchsuchungsaktion bei Porsche im April festgenommen worden und sitzt seither wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. Während der Razzia war auch seine Privatwohnung untersucht worden. Als der Manager davon erfuhr, fuhr er von der Arbeit zurück nach Hause. Theoretisch hätte er auf dem Weg Beweismaterialien vernichten können. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte damals, dass Untersuchungshaft nur in schwerwiegenden Fällen erlassen werde.

          Neben Kerner werden auch der Entwicklungsvorstand Michael Steiner sowie ein früherer Porsche-Mitarbeiter beschuldigt. Den dreien wird Betrug und strafbare Werbung im Zusammenhang mit der Manipulation von Diesel-Abgasen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, Porsche habe zwar Diesel-Motoren von Audi verbaut, aber sehr wohl gewusst, dass dort unzulässige Steuerungen eingebaut worden seien. Porsche weist die Vorwürfe zurück.

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