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Dieselaffäre : BMW greift Deutsche Umwelthilfe an: „Wer manipuliert hier eigentlich?“

  • Aktualisiert am

BMW-Chef Harald Krüger mit einem elektrisch betriebenen Kleinwagen aus der i3-Reihe in Leipzig. Bild: dpa

BMW geht in die Offensive gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die den Autohersteller in den Diesel-Skandal hineinzieht.

          VW hat mit seinen Motoren betrogen, und dies zugegeben. Der BMW-Vorstand schwört bis heute, sauber zu sein. Und lässt es sich nun, da die offizielle Unschuldsbestätigung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) vorliegt, nicht länger bieten, wenn anderes behauptet wird.

          „Wir geben unseren Mitarbeitern, Kunden und der Politik eine glasklare Botschaft mit: Die BMW Group baut die saubersten Dieselmotoren der Welt“, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende Harald Krüger und wiederholt seine Aussage, die jedes Mal einen Aufschrei der Öko-Lobby provoziert: „Der BMW-Diesel hat Zukunft. Er verbindet Effizienz und Fahrfreude.“

          Von dieser Botschaft sind sie in München seit jeher überzeugt, nur dringen sie nicht durch damit, solange immer neue Verdächtigungen durch die Luft schwirren. Die selbsternannten Umwelthelfer von der DUH sind darin wahre Meister, so zweifelhaft deren Geschäftsmodell auch sein mag: Die Deutsche Umwelthilfe ist, entgegen dem Anschein, weder eine wissenschaftliche Institution noch eine Behörde, und schon gar kein vom breiten Volk getragener Verein.

          Im Gegenteil: Der Club hat weniger Mitglieder als ein Kleingärtnerverein, finanziert sich im Wesentlichen durch zweifelhafte Abmahnungen und lässt sich zudem vom Steuerzahler aushalten, ohne dass dieser sich dagegen wehren könnte. Die Selbstherrlichkeit der Protagonisten ist grandios.

          Von BMW hatte sich die Deutsche Umwelthilfe einen Diesel der Reihe 320d vorgenommen, um daran angebliche kriminelle Machenschaften zu beweisen. BMW hat dies vom ersten Tag an bestritten. Nun hat es der Konzern mit Brief und Siegel vom Kraftfahrtbundesamt, dass die Abgasemissionen, „unter normalen Betriebsbedingungen nicht zu beanstanden“ sind. Das ist in erster Linie eine juristische Ohrfeige für die Umwelthilfe, worauf der BMW-Vorstand ihr nun ein „unseriöses Vorgehen“ vorhält. All dies kümmert die Umweltschützer wenig, sie feuern munter weiter in Richtung Industrie, was unter BMW-Managern die Frage aufwirft: Wer hält sich hier an Recht und Gesetz? Wer manipuliert hier wen?

          Für Vorstandschef Krüger ist jedenfalls der Zeitpunkt gekommen, „über die Verantwortung nachzudenken, die alle Beteiligten der Diesel-Debatte haben“. Im Klartext: Er mag nicht länger hinnehmen, dass mit halbgaren Verdächtigungen „Wohlstand und Arbeitsplätze“ gefährdet werden: „Wer einen BMW kauft, kann sich darauf verlassen, dass unsere Fahrzeuge nicht manipuliert sind. Das hat eine Vielzahl behördlicher Nachprüfungen weltweit immer wieder belegt.“

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