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Lufthansa, Hugo Boss, Zara : Diese Unternehmen profitieren von der Lira-Krise

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Das deutsche Modeunternehmen Hugo Boss ist einer der Profiteure der schwachen Lira. Bild: EPA

Die Währungskrise in der Türkei hat einige Unternehmen schwer getroffen. Doch es gibt auch Gewinner.

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          Der Fall der türkischen Lira, die seit einigen Tagen stark an Wert verliert, hat für viele Unternehmen schwerwiegende Auswirkungen. Während sich manche Sorgen machen, profitieren andere von der schwachen Währung.

          Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, steht unter anderem die Lufthansa auf der Gewinnerseite: Sie besitzt ein Gemeinschaftsunternehmen namens Sun Express mit der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines. Sun Express hofft auf mehr Türkei-Touristen, die von der schwachen Lira profitieren und so günstig Urlaub machen wollen, teilte ein Unternehmenssprecher Bloomberg mit. Gleichzeitig müsse man allerdings sinkende Fluggastzahlen im Inland im Auge behalten. Sun Express beförderte im vergangenen Jahr 8,8 Millionen Passagiere.

          Hugo Boss hingegen könnte von sinkenden Kosten profitieren: In Izmir steht das größte Produktionswerk des deutschen Modeunternehmens. Mit mehr als 3700 Mitarbeitern produziert es ungefähr 15 Prozent der gesamten Verkaufsware auf der Welt. Durch die schwache Lira sinken für Hugo Boss Ausgaben wie Gehälter und Produktionskosten vor Ort. Ähnlich könnte das spanische Textilunternehmen Inditex vom Wechselkurs profitieren. Deren Modemarke Zara produziert ebenfalls 15 Prozent der weltweiten Verkaufsware in der Türkei.

          Europäische Banken zählen zu den Verlierern

          Mit Sorge betrachten große europäische Banken, die in der Türkei investiert haben, die aktuelle Entwicklung. So zum Beispiel die spanische BBVA, die 49 Prozent an der türkischen Bank Garanti hält. Denn viele türkische Unternehmen haben Kredite in Dollar oder Euro aufgenommen. Durch die schwache türkische Lira wird es für diese immer schwieriger, ihre Kredite den Banken zurückzuzahlen. Die Garanti hat angekündigt, bis auf weiteres keine neuen Fremdwährungskonten zu eröffnen.

          Auch andere europäische Banken wie UniCredit und BNP Paribas haben in der Vergangenheit in der Türkei investiert. Nach Einschätzung der Deutschen Bank ist ein Übergreifen der Krise auf die europäischen Banken aber unwahrscheinlich.

          Auch einem der größten Atomkraftwerk-Hersteller in Japan, Mitsubishi Heavy Industries, könnte die Währungskrise schaden. Bestellungen von Bauteilen für das geplante Atomkraftwerk Sinop in der Nordtürkei könnten sich durch die schwache Lira weiter verzögern, sagte ein JP-Morgan-Analyst Bloomberg. Mitsubishi Heavy Industries hatte mit dem französischen Unternehmen Areva 2013 ein Geschäft über 22 Milliarden Euro zum Bau des Kraftwerks abgeschlossen.

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