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Dienstfahrräder : Steuervorteile eines ökologischen Ideals

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Aus betrieblicher Sicht sind Dienstfahrräder ein attraktives Mittel um Arbeitnehmer an sich zu binden und ein verantwortungsvolles Selbstverständnis des Unternehmens nach außen zu tragen. Sie bringen aber auch steuerliche Vorteile. Dabei sind einige Punkte zu beachten.

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          Das Fahrrad spielt heute eine zunehmend größere Rolle für den Individualverkehr, gefördert vom gesteigerten Umweltbewusstsein und einer höheren Sensibilität für die eigene Gesundheit. Für Unternehmen und Arbeitnehmer ist die vom Staat begünstigte Steuersituation attraktiv – mit einigen Besonderheiten. Der Bund stellt für den „Nationalen Radverkehrsplan“ 200 Millionen Euro bereit, der Absatz von Fahrrädern steigt auf ein Rekordhoch, darunter 980 000 E-Bikes. Etwa 200 000 Fahrräder wurden schon im Jahr 2017 dienstlich genutzt, schätzt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Die Vorteile eines Dienstrads für Arbeitnehmer liegen auf der Hand: eine günstige Möglichkeit, zur Arbeit zu kommen, die Gesundheit wird gefördert, die Umwelt geschont, innerhalb viel befahrener Städte ist es eine schnelle Fortbewegungsmethode.

          Aus betrieblicher Sicht sind Dienstfahrräder ein wichtiges Instrument für die Mitarbeiterbindung, für betriebliches Gesundheitsmanagement und nicht zuletzt Ausdruck eines verantwortungsvollen Selbstverständnisses als Unternehmen. Dabei sind allerdings steuerliche Varianten zu beachten. Besonders die Nutzung der E-Bikes oder Pedelecs (elektronische Fahrräder bis 25 Stundenkilometer) wird gefördert und ist seit dem Jahr 2012 dem Dienstauto steuerrechtlich gleichgestellt. Hier gilt: 1 Prozent des Brutto-Listenpreises ist als geldwerter Vorteil zu versteuern, damit es auch privat genutzt werden kann. Anders als beim Dienstwagen wird der Anfahrtsweg von der Wohnung zur Arbeit allerdings nicht in der Gehaltsabrechnung berücksichtigt. Somit kann ein Arbeitnehmer eine Entfernungspauschale von 30 Cent je Kilometer von der eigenen Steuer absetzen. Dies gilt übrigens auch, wenn der Arbeitnehmer mit einem privat gekauften Fahrrad zur Arbeit fährt.

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