Altmaiers atemraubende Angst
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Peter Altmaier am Dienstag in Berlin. Bild: Reuters
Wie groß ist die Konkurrenz aus China und Amerika für die deutschen Unternehmen? Der Wirtschaftsminister stellt eine Strategie vor, die es in sich hat. Und völlig über das Ziel hinausschießt. Eine Analyse.
Der deutsche Wirtschaftsminister trägt offenkundig eine große Sorge mit sich herum. Wer mitverfolgt hat, wie Peter Altmaier seine „Nationale Industriestrategie 2030“ gerade in Berlin vorstellte, konnte gelegentlich den Eindruck bekommen, der Ausverkauf deutscher Erfolgsunternehmen und/oder der veritable Rückgang großer Teile der Wertschöpfung auf deutschem Boden stünden unmittelbar bevor oder seien bestenfalls eine Frage der Zeit. Deutschland laufe gar Gefahr „vom Akteur zum passiven Dulder, vom Entwicklungslabor der Welt zur verlängerten Werkbank“ zu werden, erklärte der CDU-Politiker – wenigstens teilweise.
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Altmaier äußerte eine atemberaubende Angst besonders vor einem Aufsteiger: China. Die Wirtschaftspläne der dort führenden Kommunistischen Partei inspirierten ihn, gab er ausdrücklich zu, nun seine eigene langfristige Strategie für die Bundesrepublik zu entwerfen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie hat es in sich: Von zahlreichen deutschen Schlüsselindustrien ist die Rede, davon, Großfusionen zu erleichtern, von nationalen oder europäischen „Champions“. Altmaier sagte sogar, als letzte Möglichkeit, um eine unerwünschte Übernahme aus dem Ausland abzuwehren, müsse der Steuerzahler einspringen und sich selbst (vorübergehend) beteiligen. Ernsthaft.
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