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Trockenheit und Bullenhitze : Die Weinbauern fürchten jetzt den Regen

Rebe für Rebe: Mit viel Sonne wird aus den Trauben ein guter Jahrgang. Bild: dpa

Die Bauern fürchten Einbußen, die Weinbauern dagegen hoffen auf Sommer wie diesen. Sie haben sich schon darauf eingestellt, dass der Klimawandel ihr Geschäft verändern wird.

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          Winzer sollten nicht um Regen beten. Der alte Rat frommer Weinbauern hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Trotz Trockenheit und Bullenhitze. Denn gerade jetzt könnte Regen die ganze Ernte noch gefährden. „Herbstregen“, sagt Ernst Büscher „wäre das Schlimmste.“

          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Er muss es wissen. Der Mann vom Deutschen Weininstitut ist so etwas wie das Sprachrohr der Deutschen Winzer. Gerade jetzt, da die Hitzewelle vielen Landwirten schwer zu schaffen macht, kann sich die Marketingorganisation der Winzer über einen Coup freuen. Denn so früh wie in diesem Jahr wurden Trauben offiziell noch nie geerntet. Während Landwirte um Milliardenhilfen bitten, hat das Weininstitut für den 6. August ins rheinhessische Weindörfchen Lörzweiler geladen. Dort will Winzer Mathias Wolf die Lese offiziell eröffnen: mit Solaris, einer relativ jungen Weißweinsorte. Die rheinhessische Weinkönigin soll dazu strahlen.

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