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Agrarsubventionen : Bauer sucht Geld

  • -Aktualisiert am

Mastschweine: In den Agrarbetrieben in Niedersachsen werden rund acht Millionen Schweine gehalten. Bild: dpa

Auf den Demonstrationen der „Internationalen Grünen Woche“ präsentieren sich die Bauern von ihrer besten Seite. Doch hinter den Kulissen tobt der Kampf um die Verteilung der Agrarsubventionen.

          3 Min.

          Diese Woche Samstag ist es wieder so weit: Dann zieht die jährliche „Wir haben es satt“-Demonstration durch das Berliner Regierungsviertel. Während sich einige Kilometer weiter in den Messehallen auf der „Internationalen Grünen Woche“ Bauern aus aller Welt von ihrer besten Seite präsentieren, geht es den Protestierenden – im vergangenen Jahr kamen mehrere zehntausend Menschen – um die weniger schönen Aspekte der Landwirtschaft. Höfesterben, Artensterben, Massentierhaltung, zu viel Nitrat im Grundwasser: All das führen sie auf eine aus ihrer Sicht fehlgesteuerte EU-Agrarförderung zurück, die vor allem Großbetriebe fördert.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Eine grundlegende Reform jenes Systems, nach dem die EU bislang rund 60 Milliarden Euro im Jahr unter Europas Landwirten verteilt, fordern auch die Naturschützer vom BUND. Sie veröffentlichten vergangene Woche zusammen mit der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung ihren „Agraratlas 2019“. Die Kritik ähnelt jener der Demonstranten: Die Fördergelder kämen hauptsächlich industriellen Großbetrieben zugute, die Anreize für eine umweltfreundliche Landwirtschaft seien zu gering.

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