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Plus 19 Prozent : Amerika macht mehr als eine Billion Dollar neue Schulden

  • Aktualisiert am

Mehrere Dollar-Geldscheine liegen vor einer amerikanischen Flagge. Bild: dpa

Trotz deutlich gestiegener Zolleinnahmen hat die amerikanische Regierung kurz vor dem Ende des laufenden Fiskaljahres ein Haushaltsdefizit von mehr als einer Billion Dollar angesammelt. Doch eine saftige Einnahme steht noch aus.

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          Zum ersten Mal seit sieben Jahren ist das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten wieder über 1 Billion Dollar geklettert. Das geht aus einer Mitteilung des Finanzministeriums in Washington vom Donnerstag hervor. Im August betrug der Fehlbetrag der Regierung demnach 200 Milliarden Dollar, das trieb das Defizit in den ersten elf Monaten des Fiskaljahres über die Eine-Billion-Dollar-Marke auf 1,067 Billionen Dollar. Im vergangenen Jahr hatte die Verschuldung zu diesem Zeitpunkt bei 898 Milliarden Dollar gelegen.

          Steuereinnahmen im September könnten das Defizit aber noch senken. Im letzten Monat des Berechnungszeitraumes macht die Regierung traditionell einen Überschuss, weil dann vierteljährliche Steuerzahlungen fällig werden. Das Haushaltsbüro des Kongresses geht für das Jahr 2019 von einem endgültigen Defizit von 960 Milliarden Dollar aus.

          Seit Beginn des Fiskaljahres ist das Haushaltsdefizit um 19 Prozent gestiegen. Zölle auf chinesische Produkte haben zwar zu einem deutlichen Anstieg der Zolleinnahmen innerhalb eines Jahres von 36,7 auf 64 Milliarden Dollar geführt, sie tragen aber nur einen kleinen Teil zu den Einnahmen der Regierung bei. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr – Stand Ende August – um 3 Prozent auf 3,09 Billionen Dollar gestiegen, die Ausgaben erhöhten sich indes um 7 Prozent auf 4,16 Billionen Dollar.

          Laut Angaben des Finanzministeriums gab die Regierung im August 428 Milliarden Dollar aus, ein Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Einnahmen beliefen sich auf 228 Milliarden Dollar, ein Plus von 4 Prozent gegenüber August 2018. Damit lag das Defizit um 5 Milliarden höher, als Analysten erwartet hatten: Die waren von einem Fehlbetrag von 195 Milliarden Dollar ausgegangen.

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