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Corona-Krise : Die Rückkehr der Langzeitarbeitslosigkeit

  • -Aktualisiert am

Die Pandemie macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Bild: dpa

Mehr als eine Million Langzeitarbeitslose: Das hat es in Deutschland seit fast fünf Jahren nicht mehr gegeben. Corona hat die mühsam erkämpften Erfolge zunichtegemacht. Jetzt muss gehandelt werden.

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          Eine Million Langzeitarbeitslose: Das hat es in Deutschland lange nicht gegeben. Erstmals seit fast fünf Jahren wurde diese Marke im Februar wieder überschritten, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Schon im Januar hatte sie nur noch knapp darunter gelegen, nun kletterte die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 20.000 auf 1,01 Millionen. Die Corona-Krise hat damit die mühsam erkämpften Erfolge der vergangenen Jahre binnen weniger Monate zunichtegemacht. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht.

          Anfang 2008 verzeichnete die Statistik noch fast 1,5 Millionen Menschen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind, Ende 2019 war die Zahl unter 700.000 gesunken – ein Meilenstein. Diese Entwicklung war alles andere als ein Selbstläufer. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat viele Jahre knapp über der Millionenmarke stagniert, erst seit dem Jahr 2016 ging es wieder kräftig runter. Als wesentlicher Grund gilt der lange Wirtschaftsaufschwung, in dem Menschen eine Chance bekamen, die es auf dem Arbeitsmarkt üblicherweise schwer haben: Langzeitarbeitslose sind oft älter, schon länger arbeitslos oder haben keinen Berufsabschluss, manchmal kommt auch alles zusammen. Vor allem aber wurden viele Menschen gar nicht erst langzeitarbeitslos, sondern fanden – auch wegen des enormen Bedarfs der Unternehmen – relativ schnell eine neue Stelle.

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