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Die Rebellinnen : Wie junge Mädchen die Welt verändern

Ayakha Melithafa aus Südafrika, Naomi Wadler aus den Vereinigten Staaten und Autumn Peltier aus Kanada beim Weltwirtschaftsforum in Davos Bild: Reuters

Greta ist nicht allein: Junge Mädchen in aller Welt kämpfen gegen Plastikmüll und Waffenlobby, gegen Kinderehe und Klimawandel. Auf sie hören Konzernlenker wie Staatschefs. Niemand ist zu jung, um die Welt zu verändern.

          6 Min.

          Ellyanne Wanjiku bringt zum virtuellen Treffen ihr weißes Stofftier mit, sie hat gerade ihren zehnten Geburtstag gefeiert, somit passt das Stofftier recht gut auf ihren Schoß. Sie hätte auch eine ihrer schwarzen Barbies mitnehmen können, mit denen sie gerne spielt. Aber der weiße Elefant ist besser. „Der hilft mir“, sagt Ellyanne Wanjiku und hält ihn in die Kamera. Doch wir wollen nicht über Tiere oder Stofftiere reden, sondern über Bäume. Ellyanne Wanjiku lebt in Kenia und pflanzt Bäume, und das, seit sie vier Jahre alt ist. Damit ist sie die jüngste Umweltschützerin des Landes, darf sich jüngste Klimabotschafterin Kenias nennen oder auch „Eco Warrior“.

          Bettina Weiguny

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zur offiziellen Klimakämpferin hat sie der kenianische Verband für Ökotourismus ernannt, als sie 469 Bäume gepflanzt hatte. Das war 2018. Zwei Jahre später hat sie schon mehr als 1500 Bäume in die Erde gesetzt. Silbereichen, Wasserbirnen, Japanische Wollmispeln, Gummibäume. Auch afrikanische Giganten waren darunter, Baobabs an der Küste und Mugumos. Unter den riesigen Blätterdächern der Mugumos, so hat ihre Oma ihr erzählt, saßen früher die Dorfältesten zusammen und haben sich beratschlagt. Fürs Klima pflanzt die Enkelin allerdings am liebsten Bambus. „Die vielen Blätter binden viel CO2, die Bäume wachsen schnell, und man kann später gut Möbel aus ihnen machen.“

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