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Die Osterinsel : Keine Bäume weit und breit

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Auf den Osterinseln gab es einst auch Wälder, doch die Bewohner holzten sie ab Bild: Reuters

1722 wurde die Osterinsel entdeckt. Auf ihr stand kein Baum. Dabei war sie einst dicht bewaldet. Die Einwohner konnten keine Vernünftige Regel zur Abholzung finden - und fällten so lange Bäume, bis es keinen einzigen mehr gab.

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          Als der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen am 5. April 1722 an Deck seines Schiffes ging und über die Reling spähte, staunte er nicht schlecht. Vor ihm im Wasser lag eine Insel, die bisher kein Westeuropäer entdeckt hatte. Das freute ihn. Beim zweiten Hingucken stellte er fest: Dort gibt es weit und breit nichts, was man einen Baum nennen könnte. Nur Bäumchen, keiner höher als drei Meter. Er betrat die Insel und fand momumentale Steinstatuen, teilweise viele Tonnen schwer.

          Wie haben die Bewohner das nur hingekriegt?, fragte er sich. Und wo sind die ganzen Bäume hingekommen, die auf allen anderen Inseln auf derselben Breite wuchsen? Hundertprozentig genau wissen das auch die Leute nicht, die Roggeveen nachfolgten. Fest steht aber, dass es einmal eine Zeit gab, in der dort viele Bäume standen. Die Bewohner bauten aus deren Holz Kanus und befeuerten ihre Öfen damit. Dass sie den höchsten Berg der Insel "Terevaka" ("Ort, um Kanus zu bekommen") nannten, spricht ebenfalls dafür. Was ihnen fehlte, war jedoch eine vernünftige Regel zum Schutz ihres Waldes, der allen gehörte und offenbar darum zu schnell abgeholzt wurde. Bis der letzte Baum fiel. Von dieser Zeit zeugen heute nur noch die gigantischen Statuen.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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