https://www.faz.net/-gqe-9xhoi

Niederschläge : Gute Nachrichten vom Wasser

Der üppige Niederschlag im Winter hat manchen Wasserspeicher aufgefüllt. Bild: dpa

Der verregnete Winter beginnt, Deutschlands Grundwasser-Speicher aufzufüllen. Erste Bundesländer melden schon wieder durchschnittliche Wasserstände.

          1 Min.

          Der verregnete Winter in Deutschland füllt allmählich die Grundwasserspeicher wieder auf, die nach zwei Dürresommern recht ausgetrocknet waren. Eine Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) unter den Umweltämtern der Bundesländer zeigt: Erste Bundesländer melden jetzt schon wieder durchschnittliche Wasserstände.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der Winter zwar 3,9 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, aber es fiel durchschnittlich ein Viertel mehr Regen als üblich. Der Niederschlag macht sich nicht nur in den Böden bemerkbar, sondern auch im Grundwasser. In Hessen beispielsweise seien zwei Drittel der Messstellen auf durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Höhen, meldet das zuständige Landesamt. In Baden-Württemberg stand das Wasser sogar an 70 Prozent der Messstellen auf durchschnittlicher Höhe, an 15 Prozent auf überdurchschnittlichem und an eben so vielen auf niedrigem Niveau. Der Blautopf schütte jede Sekunde 3800 Liter mehr aus als im Januar.

          Auch der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung zeigt kaum noch Dürren im Oberboden. In tieferen Regionen, wohin die Bäume wurzeln, wird vor allem im Osten noch eine problematische Lage angezeigt – allerdings sind die Werte über einen Monat gemittelt, der Regen des Februars macht sich also erst allmählich bemerkbar.

          Vor allem östliche Bundesländer melden weiterhin niedrige Grundwasserstände. In Sachsen beispielsweise bleiben rund 90 Prozent der Messstellen unter dem durchschnittlichen Niveau. Selbst im gut versorgten Hessen allerdings wären noch höhere Grundwasserstände besser, um die Speicher für den Sommer zu füllen. Damit aber das Wetter auch nicht zu nass wird, wünscht sich das hessische Umweltamt von jetzt an Niederschläge, wie sie den jeweiligen Jahreszeiten normalerweise entsprechen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.