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Belastungen durch Grundsteuer : Sie steigt und steigt

Wer das Glück hat, in einem Gründerzeithaus zu wohnen, profitiert von den überholten Einheitswerten. Bild: dpa

Der Unmut wächst. Seit Jahren sieht man bei der Grundsteuer eine Entwicklung, die nur eine Richtung kennt: nach oben. Ein Kommentar.

          1 Min.

          Die Grundsteuer steigt seit Jahren unaufhörlich. Die Eigentümer zahlen direkt, die Mieter bekommen es über die Umlage zu spüren. Nun kann man davon ausgehen, dass die Kommunalvertreter sich nicht ohne Not mit ihren Bürgern anlegen. Aber für viele Betroffene ist die Grenze des Zumutbaren erreicht.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Dass die Grundsteuer auf der Basis überholter Einheitswerte erhoben wird, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil. Damit wird die Steuerlast ungerecht verteilt. Wer das Glück hat, in einem Gründerzeithaus zu wohnen, profitiert von den überholten Einheitswerten. Wer neu gebaut hat, zahlt mehr. Daher sind die Zweifel groß, ob die Grundsteuer vor dem Bundesverfassungsgericht bestehen kann. Die Kommunen fürchten schon um ihre Einnahmenquelle.

          Die Länder haben sich daher mehrheitlich für eine Neuregelung entschieden. Selbst wenn die Reform zügig beschlossen wird – was alles andere als gesichert ist –, wird sie erst Mitte des nächsten Jahrzehnts ihre volle Wirkung entfalten.

          Hausbesitzern, die sich heute geschröpft sehen, droht dann eine böse Überraschung: Es kann noch teurer werden.

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