https://www.faz.net/-gqe-9hemg

Geldpolitik der EZB : Zu lange negativ

Viel zu locker: Die Geldpolitik der EZB gleicht der Politik zur Krisenzeit vor zehn Jahren. Bild: Vogl, Daniel

Die Mehrheit im EZB-Rat will nur im Kriechtempo aus der ultralockeren Geldpolitik aussteigen. Dabei nehmen die Risiken durch die Billiggeldschwemme stetig zu. Ein Kommentar.

          3 Min.

          Gut zehn Jahre liegt der Höhepunkt der Finanzkrise nun zurück. Inzwischen hat sich die Wirtschaft im Euroraum weitgehend erholt. Doch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unter ihrem Chef Mario Draghi ist noch immer so ultralocker wie auf dem Höhepunkt der Krise. Sie ist viel zu locker.

          Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die Risiken dieser Politik, die das Finanzsystem seit der Krise stützen soll, kürzlich mit einem Vergleich aus der Medizin umschrieben: Schwerkranke Patienten werden häufig künstlich beatmet. Nach einiger Zeit kann dadurch aber die Atemmuskulatur des Patienten erschlaffen. Daher sollte man die künstliche Beatmung nicht künstlich in die Länge ziehen, mahnte Weidmann. Sonst nähmen die Risiken für den Patienten zu.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Polens Streit mit der EU : Alle Zeichen stehen auf Sturm

          Ministerpräsident Morawiecki stellt Polen als Opfer finsterer Machenschaften dar. Eine Annäherung im Streit mit der EU rückt damit in weite Ferne. Die meisten sind sich einig: Polen ist an den Rand Europas gerückt.
          Haus auf den Lofoten: Dank ihres Staatsfonds können die Norweger im Alter beruhigt ihre schöne Natur genießen.

          Richtig Geld anlegen : Werden Sie reich wie ein Norweger!

          Dass man es auch ohne Eigenheim zu Wohlstand bringen kann, ist für viele Deutsche unvorstellbar. Wie es trotzdem möglich ist, zeigt der norwegische Staatsfonds.