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Geldpolitik der EZB : Zu lange negativ

Viel zu locker: Die Geldpolitik der EZB gleicht der Politik zur Krisenzeit vor zehn Jahren. Bild: Vogl, Daniel

Die Mehrheit im EZB-Rat will nur im Kriechtempo aus der ultralockeren Geldpolitik aussteigen. Dabei nehmen die Risiken durch die Billiggeldschwemme stetig zu. Ein Kommentar.

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          Gut zehn Jahre liegt der Höhepunkt der Finanzkrise nun zurück. Inzwischen hat sich die Wirtschaft im Euroraum weitgehend erholt. Doch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unter ihrem Chef Mario Draghi ist noch immer so ultralocker wie auf dem Höhepunkt der Krise. Sie ist viel zu locker.

          Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die Risiken dieser Politik, die das Finanzsystem seit der Krise stützen soll, kürzlich mit einem Vergleich aus der Medizin umschrieben: Schwerkranke Patienten werden häufig künstlich beatmet. Nach einiger Zeit kann dadurch aber die Atemmuskulatur des Patienten erschlaffen. Daher sollte man die künstliche Beatmung nicht künstlich in die Länge ziehen, mahnte Weidmann. Sonst nähmen die Risiken für den Patienten zu.

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