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Helmut Bünder (bü.)

Verstaatlichung : Das Uniper-Debakel

  • -Aktualisiert am

Problemunternehmen: Uniper Bild: dpa

Ein schneller Abschied des Staates ist undenkbar – bei Uniper ist der Bund gekommen, um zu bleiben.

          2 Min.

          Dass Uniper und anderen Gasversorgern die Luft ausgehen würde, ist mindestens seit An­fang Juli absehbar. Damals hat sich die Bundesregierung gegen die naheliegende Lösung entschieden: die Aktivierung einer Notfallklausel. Sie hätte es ermöglicht, die drastisch gestiegenen Beschaffungskosten un­mittelbar an die Kunden weiterzugeben – natürlich sozial abgefedert, um die schlimmsten Härten zu verhindern.

          Aber dafür fehlte die politische Courage. Statt dessen kam das unsägliche Gezerre um eine angeblich „ge­rechtere“, alle Kunden gleichermaßen treffende Umlage. Die Regierung hat den Gasverbrauchern Zeit gekauft – aber dafür zahlen die Steuerzahler mit der Komplettverstaatlichung von Uniper nun einen ex­trem hohen Preis.

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