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Strand statt Corona-Winter : Jetzt vor der Pandemie flüchten

Zwei digitale Nomaden auf Bali Bild: Privat

Die Infektionszahlen steigen wieder deutlich. Der Winter dürfte für viele auch mental schwierig werden. Nicht wenige, die ohnehin Homeoffice machen, wollen deshalb lieber in der Sonne überwintern.

          3 Min.

          Der Winter wird hart, so viel steht fest. Als im Frühjahr das gesellschaftliche Leben heruntergefahren wurde, machte ein sonniger Frühling die ersten Wochen der Pandemie erträglich – man ging ins Freie. Im ersten Lockdown flohen – das Homeoffice machte es möglich – nicht wenige aufs Land, etwa zu ihren Eltern oder Freunden und Verwandten. Aber was macht man, wenn die Infektion im nasskalten Herbst wie jetzt steigt? Wieder wäre die Flucht vor dem Pandemiewinter eine naheliegende Reaktion. Sebastian Kühn macht genau das. „Wir sind zu zehnt mit Freunden und haben uns im Süden an der Algarve ein Haus gemietet“, erzählt er am Telefon. Dort im Süden Portugals werden sie einen herzförmigen Pool haben und von der Dachterrasse aus aufs Meer blicken. Die Temperaturen dürften es zulassen, dass sie dort oben in der Sonne und hinter ihren Laptops sitzen und an ihren Projekten arbeiten.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Kühn lebt seit 2012 als digitaler Nomade. Seitdem war er in etwa 30 Ländern, sagt er. Alles, was er zum Arbeiten braucht, ist sein Laptop. Und auch sein Geld – zwischen 3000 und 5000 Euro im Monat – verdient er mit dem digitalen Nomadentum: Er schreibt Bücher darüber, berät andere und arbeitet für ein Unternehmen, in dem sich digitale Nomaden vernetzen. Deshalb kennt er viele aus der Szene. Sein Eindruck ist: „Die eine Hälfte ist jetzt in Deutschland und bleibt bei ihren Eltern oder so.“ Die andere Hälfte versuche krampfhaft ins Ausland zu gelangen. „Viele von denen, die entschieden haben, in Europa zu überwintern, gehen nach Portugal. Das wird eine nomadische Bewegung nach Portugal sein.“

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