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Amerikanische Zentralbank : Die Fed stellt weiter billiges Geld in Aussicht

  • Aktualisiert am

Fed-Chef Jerome Powell Bild: Reuters

Um satte 6,5 Prozent soll die amerikanische Wirtschaft dieses Jahr durch das Ende der Pandemie wachsen. Sicher sei das aber nicht, sagt die Notenbank. Sie will die Geldschleusen offen lassen.

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          Die amerikanische Zentralbank will trotz der voranschreitenden Impfungen und einer sich erholenden Konjunktur in Amerika an ihrer Politik der offenen Geldschleusen vorerst festhalten. Angesichts anhaltender Risiken durch die Pandemie dominierte auf der jüngsten Fed-Zinssitzung eine vorsichtige Haltung, wie aus dem Protokoll des Treffens vom 16. und 17. März hervorging, das am Mittwochabend veröffentlicht wurde. Aus Sicht der Notenbank ist geldpolitische Unterstützung für die Wirtschaft weiter nötig, bis sich die Erholung stärker gefestigt hat.

          Trotz günstiger Aussichten für die Konjunktur hatte die Notenbank die Anhebung des Leitzinses auf die lange Bank geschoben und ihn bei null bis 0,25 Prozent belassen. Zudem erwartet sie, dass er auch bis Ende 2023 nicht angehoben wird. Der Umfang der monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar soll so lange beibehalten werden, bis „substanzielle weitere Fortschritte“ auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht seien.

          Rekord-Wachstum mit Unsicherheit behaftet

          Die Fed-Konjunkturprognose sieht zwar das stärkste Wachstum seit fast 40 Jahren vor und die Währungshüter erwarten, dass die Arbeitslosenquote bis zum Jahresende auf 4,5 Prozent und 2022 dann auf 3,9 Prozent sinken wird. Das Bruttoinlandsprodukt von Amerika soll dieses Jahr um satte 6,5 Prozent zulegen.

          Dennoch stimmten die Dollar-Wächter auf der Sitzung darin überein, „dass die Wirtschaft immer noch weit entfernt bleibt von den längeren Zielen der Fed und dass der Weg nach vorne hochgradig unsicher bleibt,“ hieß es in der Mitschrift. Es brauche noch Zeit, bis die Bedingungen sich soweit verbesserten, dass die geldpolitische Hilfe zurückgenommen werden könne.

          Der Konjunkturpfad hänge erheblich von der Entwicklung des Virusgeschehens und der Impfkampagne ab, hieß es im Protokoll. Die meisten Notenbanker seien zudem der Ansicht gewesen, dass die Pandemie immer noch große Gefahren für die Wirtschaft berge. Dazu zählten sie die neuen ansteckenderen Virus-Varianten sowie Hindernisse auf dem Weg, eine ausreichende Zahl an Menschen zu impfen.

          Der Chef der Fed-Filiale in Chicago forderte am Mittwoch, die lockere Geldpolitik beizubehalten, um die Inflationsrate auf ein Niveau anzuheben, dass aus seiner Sicht gesünder ist. Hingegen bekräftigte der Präsident der Fed-Filiale von Dallas, Robert Kaplan, die anhaltend tiefen Zinsen sowie die umfangreichen Anleihekäufe könnten zu Übertreibungen und Ungleichgewichten an den Börsen führen.e

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