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Trotz Corona : Die Bahn stellt 25.000 Mitarbeiter ein

  • Aktualisiert am

Ein Bahn-Mitarbeiter im Frankfurter Hauptbahnhof Bild: dpa

Die Belegschaft ist überaltert, innerhalb der nächsten zehn Jahren wird die Hälfte in den Ruhestand gehen. Daher stellt die Bahn neue Mitarbeiter auf Rekordniveau ein.

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          Die Bahn hat in diesem Jahr trotz stark eingebrochener Fahrgastzahlen wieder mehr Mitarbeiter eingestellt als im Vorjahr. Am Donnerstag wurde die 25.000. neue Kollegin in diesem Jahr begrüßt. „Die Mobilitätswende geht nur mit Menschen“, sagte Personalvorstand Martin Seiler. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte, die bundeseigene Bahn bleibe eine „Job-Maschine“. 2019 hatte es 24.000 Neueinstellungen gegeben.

          Der Konzern verfolgt die Strategie, sein Bahn-Angebot in Deutschland stark auszubauen. Jedoch geht ein großer Teil der 215.000 Mitarbeiter in Deutschland in den nächsten Jahren in Rente. Für die nächsten beiden Jahre sind jeweils mindestens 18.000 Neueinstellungen geplant.

          Abgänge abgezogen wächst die Belegschaft in diesem Jahr um etwa 5000 Beschäftigte. In den nächsten beiden Jahren könnten es nach früheren Angaben jeweils etwa 2000 sein.

          „In den nächsten zehn Jahren wird die Hälfte der Belegschaft in den Ruhestand gehen“, sagte Seiler. Es gebe 13.000 bis 17.000 Abgänge pro Jahr. Ziel sei es, die Belegschaft zu verjüngen.

          In diesem Jahr sei vor allem in den operativen Bereichen eingestellt worden, sagte Seiler. Viele Neue arbeiten in der Instandhaltung von Schienen und Zügen sowie in den Zügen als Lokführer oder Zugbegleiter. Auch Ingenieure und IT-Experten wurden in größerer Zahl einstestellt.

          „Wir werden, wenn wir aus der Krise kommen, weiter wachsen“, sagte Seiler. Investiert werden soll außer in Personal in neue Züge und Infrastruktur. Scheuer forderte, vor allem in den technischen Berufen noch mehr Frauen einzustellen. Konzernweit ist jede vierte Beschäftigte eine Frau.

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